Bühne für Brüninghaus-Platz

Neue Infos über die Rahmenbedingungen für den Stadtumbau erfuhren jetzt die Ratsmitglieder.

WERDOHL ▪ Eine Bühnenvorrichtung für den Brüninghaus-Platz und die optische Trennung des Goethe-Parkplatzes von der Lennepromenade: Alfred Körbel und Marco Eissing vom Dortmunder Büro plan-lokal, das den Wettbewerb „Werdohl an die Lenne/Umgestaltung des Brüninghaus-Platz“ betreut, informierten die Ratsmitglieder in der jüngsten Sitzung am Montag über die Rahmenbedingungen für die Büros, die sich an dem freiraumplanerischen Wettbewerb beteiligen werden. Von Ute Heinze

In die Vorgaben für die Büros seien die Ergebnisse der beiden Bürgerbeteiligungsverfahren eingeflossen, wie Eissing gestern aufklärte.

Für den Planungsabschnitt Brüninghaus-Platz sollen die Landschaftsarchitekten unter anderem Pläne erarbeiten, die die Freiheitstraße aufwerten und eine Verknüpfung des Brüninghaus-Platzes zum Grimm-Park schaffen. Restriktionen seien beispielsweise, dass die Bushaltestelle am jetzigen Standort bleiben solle.

Für den Bereich des Lenneufers haben Körbel und sein Team anhand der Ideen der Bürger unter anderem folgende Rahmenbedingungen formuliert: Optimierung der Zuwege und Aufwertung des Spielplatzes. „Der Hochwasserschutz muss gewährleistet bleiben und der Parkplatz muss weiterhin als Festplatz nutzbar sein“, sagte Eissing am Montag in der Ratssitzung. Zudem solle die Zahl der Parkplätze erhalten bleiben. Für die Verbindungswege zwischen Innenstadt und Lenneufer sind die Büros gefordert, Vorschläge zu entwickeln, wie beispielsweise bessere Sichtbeziehungen von der Lenne zur Innenstadt geschaffen werden können. Ferner gilt, dass eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs nicht zulässig sei. „Die Materialien sollen keine unangemessenen Kosten in der Anschaffung und Instandhaltung verursachen. Zudem ist eine Kostenobergrenze von 1,2 Millionen Euro brutto einzuhalten“, wie Eissing weiter erläuterte.

Von August bis Oktober haben die Büros Zeit, Vorschläge zu entwickeln, bevor das Preisgericht tagt. Dieses setzt sich nach Informationen von Eissing und Körbel aus neun Teilnehmern zusammen. Neben fünf auswärtigen Experten sollen auch vier Verwaltungsmitarbeiter – darunter Stadtplaner Stefan Groß und Bürgermeister Siegfried Griebsch – in dem Gremium vertreten seien. Das Preisgericht gebe eine Empfehlung an den Rat ab, der Ende des Jahres abschließend einen der Vorschläge auswählen werde. SPD-Politiker Jürgen Henke wollte von den Planern wissen, ob es nicht möglich sei, jeglichen Individualverkehr aus der Freiheitstraße zu verbannen. „Wenn Sie die Freiheitstraße für den Individualverkehr sperren, ist der obere Teil des Parkhauses nicht mehr befahrbar“, gab Körbel zu bedenken. Wenn die Sparkasse bereit sei, beide Parkdecks zu verbinden, sei es denkbar, die Freiheitstraße für den Individualverkehr zu sperren, so Körbel.

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