Bücherei in Werdohl kostet 208 Euro pro Nutzer

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Die Veranstaltungen in der Werdohler Stadtbücherei werden meist gut besucht und sorgen dafür, dass jedes Kind in Werdohl die Bücherei und ihre Angebote kennt. 

Werdohl - Zeitgleich veröffentlichten die Leitungen der Stadtbüchereien von Werdohl und Altena am Montag im jeweiligen Kulturausschuss ihre Jahresberichte. Beide Ausschüsse nahmen die Zahlen lediglich zur Kenntnis, Diskussionen gab es nicht.

Dabei sind die Büchereien schon immer ein Zuschussgeschäft, auch die Städte im Solidarpakt Kommunalfinanzen leisten sich Büchereien als Daseinsfürsorge für ihre Bürger. 

Zwischen den beiden benachbarten Büchereien bietet sich ein direkter Vergleich an, zumal beide Städte etwa gleich groß sind und über zum Teil recht ähnliche Strukturen verfügen. Die Altenaer Bücherei kostet im kommenden Jahr rund 344 000 Euro, Erträge aus Einnahmen sind abgezogen. Der größte Batzen sind natürlich die Personalkosten. Die Altenaer Bücherei rechnet mit etwas mehr als 900 aktiven Benutzern pro Jahr. Teilt man diese Summen, so steht am Ende der Rechnung ein Wert von 380 Euro pro Leser pro Jahr. Man kann sich selbst ausrechnen, wie viele Bücher die Stadt dem einzelnen Leser für diese Summe kaufen könnte. 

Zahlen für Werdohl sehen viel besser aus 

Für Werdohl sehen diese Zahlen sehr viel besser aus. Claudia Zubkowski berichtete dem Kulturausschuss am Montag, dass 2017 genau 1405 aktive Nutzer gezählt wurden. Deren Zahl stieg in diesem Jahr auf 1470 an. In 2017 gab die Stadt im Ergebnis 292 933 Euro Kosten für die Stadtbücherei an. Davon abgezogen waren schon die Erträge. Stellt man hier die Rechnung von Kosten pro Nutzer an, liegt der Wert bei 208 Euro pro Leser. Im Vergleich zu Altena legt das den Schluss nahe, dass in Werdohl kostengünstiger gearbeitet wird. Und offensichtlich finden die Werdohler ihre Bücherei attraktiver als die Altenaer Leser die Einrichtung in der Burgstadt. 

Fülle von Veranstaltungen 

Für die Werdohler Bücherei lässt sich sagen, dass dort eine Fülle von Veranstaltungen angeboten werden, im Schnitt pro Woche eine. Beide Häuser haben sich in der Vergangenheit zum außerschulischen Lernort, zum sogenannten dritten Ort nach dem Zuhause und Schule/Beruf, entwickelt. In Altena soll diese Aufenthaltsqualität gemeinsam mit dem Förderverein durch Renovierungen und erweiterte Reinigungszeiten erhöht werden.

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