Mängel sollen beseitigt werden

Brüninghaus-Platz wird im November erneut zur Baustelle

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Im November wird der Brüninghaus-Platz noch einmal zur Baustelle.

Werdohl - Ab Anfang November sollen die Mängel am Brüninghaus-Platz beseitigt werden. Das hat die Stadt in einer Presseinformation mitgeteilt. Damit findet der Streit um die Nachbesserung der mangelhaften Arbeit im Natursteinpflaster nach mehr als einem Jahr ein Ende.

Der Brüninghaus-Platz war 2016 mit einem Aufwand von knapp 2,2 Millionen Euro umgebaut und im Mai 2017 eingeweiht worden. Nur drei Monate später waren aber am Natursteinpflaster Mängel sichtbar geworden. „Es gab Bedenken hinsichtlich Bauausführungen und Belastbarkeit“, formulierte jetzt Thomas Schroeder, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt Werdohl. 

Die Stadt hat den Platz daraufhin für Großveranstaltungen gesperrt, die Fläche durfte nicht befahren werden. Bodenproben wurden genommen, zwei Gutachten wurden eingeholt. 

Das erste legte den Verdacht nahe, dass die Pflasterarbeiten nicht regelkonform und nach den Vorgaben der Ausschreibung durchgeführt worden sind. Was in dem zweiten Gutachten steht, ist nicht bekannt. Die Stadt hat darüber bislang keine Auskunft gegeben. 

„Gutachterlich festgestellter Nachbesserungsbedarf“

In ihrer Pressemitteilung spricht die Stadt aber nun von einem „gutachterlich festgestellten Nachbesserungsbedarf“, was die Vermutung zulässt, dass auch der zweite Gutachter zu dem Ergebnis gekommen ist, dass bei der Erstellung der Pflasterfläche aus chinesischem Granit nicht sauber genug gearbeitet worden ist. 

Brüninghaus-Platz: Vorsichtiger Optimismus

„Im Rahmen mehrerer konstruktiv verlaufener Gespräche wurde geklärt, in welcher Art und Weise und in welchem Umfang eine Sanierung des Brüninghaus-Platzes erforderlich ist“, heißt es weiter in der Mitteilung der Stadt, die sich um einen sachlichen Tonfall bemüht.

So ist von einer „einvernehmlichen Lösung zur weiteren Verfahrensweise“ die Rede, ebenso davon, dass sich das Bauunternehmen und der Planer in den Verhandlungsgesprächen „stets kooperativ“ gezeigt hätten.

Brüninghaus-Platz: Ergebnisse bleiben nicht-öffentlich

„Auf diese Weise konnte eine drohende juristische Auseinandersetzung verhindert und damit sichergestellt werden, dass der Brüninghaus-Platz nunmehr zeitnah fertiggestellt wird“, erklärte Schroeder. 

Zeitnah bedeutet, dass mit den Arbeiten Anfang November begonnen werden soll. Eine Aussage zur Dauer wollte Schroeder mit Blick auf mögliche Wetterkapriolen in dieser Jahreszeit nicht treffen. 

Nur so viel: Die Mängelbeseitigung könne voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden und der Durchführung des Weihnachtsmarktes am 15./16. Dezember stehe nichts im Wege. 

Stadt sieht keine größeren Beeinträchtigungen

Für Befürchtungen der Geschäftsleute am Brüninghaus-Platz, eine neuerliche wochenlange Großbaustelle könnte ihnen die Geschäfte verhageln, sieht Schroeder keinen Anlass. „Die Arbeiten an den betreffenden Stellen werden nacheinander ausgeführt, so dass es zu keinen größeren Beeinträchtigungen kommen wird“, erklärte er. 

Nachgebessert werden soll an drei Stellen, wo das Pflaster aufgenommen und nach Überarbeitung des Unterbaus neu verlegt wird. Außerdem sollen bei Bedarf die Fugenbreiten überarbeitet werden. Die zusätzlichen Kosten hätten die Auftragsnehmer zu tragen, auf die Stadt komme keine finanzielle Belastung zu, sagte Schroeder.

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