Brüninghaus-Platz: Vorsichtiger Optimismus

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Die Pflasterfläche des Brüninghaus-Platzes soll so schnell wie möglich nachgebessert werden. Der Rat hat am Mittwochabend sein Einverständnis über die weiteren Verhandlungen mit Bauunternehmen und Planer gegeben.

Werdohl - Es sieht so aus, als komme endlich Bewegung in die Sache: Der Rat habe am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung eine interne Übereinkunft zum Umgang mit den am Brüninghaus-Platz noch zu erledigenden Nachbesserungen getroffen, teilte die Stadt am Donnerstag in einer Presseerklärung mit.

Die für Donnerstag angekündigte Mitteilung über die Entscheidung des Rates, wie und wann die Mängel am Brüninghaus-Platz beseitigt werden sollen, fiel dünn aus: Ganze drei Sätze umfasste die Erklärung dessen, was der Rat am Mittwoch hinter verschlossenen Türen entschieden hatte. 

Inhalt: Der Rat habe entschieden, wie es weitergehen soll, die Verwaltung werde mit den Auftragnehmern Detailfragen klären und die Stadt sei „optimistisch, in den anstehenden Gesprächen kurzfristig zu einer guten Lösung zu kommen“. Kein Wort über Art und Umfang der Nachbesserungsarbeiten, keine Angabe dazu, wann der mit Millionenaufwand umgebaute Platz im Herzen der Stadt endlich in vollem Umfang genutzt werden kann. 

Auch auf Nachfrage keine weiteren Informationen

Auch auf Nachfrage ließ sich Fachbereichsleiter Michael Grabs nicht mehr entlocken, verwies darauf, dass die „Tinte noch nicht trocken“ sei. Erst wenn Übereinkunft mit den Auftragnehmern – gemeint sind sowohl das Bauunternehmen, das die Arbeiten ausgeführt hat, als auch der Planer – erzielt worden sei, wolle die Stadt das Ergebnis an die Öffentlichkeit tragen. Offenbar befindet sich die Stadt derzeit in einer sensiblen Phase der Verhandlungen und möchte einen guten Abschluss nicht durch voreilige Vollzugsmeldungen in der Öffentlichkeit gefährden. 

Der Brüninghaus-Platz war im Mai 2017 nach 14-monatiger Umbauphase eingeweiht worden, nur drei Monate später waren am Natursteinpflaster Mängel sichtbar geworden. Die Stadt hat den Platz daraufhin für Großveranstaltungen gesperrt, die Fläche durfte nicht befahren werden. 

Bodenproben wurden genommen, zwei Gutachten wurden eingeholt. Das erste legte den Verdacht nahe, dass die Pflasterarbeiten nicht regelkonform und nach den Vorgaben der Ausschreibung durchgeführt worden sind. Was in dem zweiten Gutachten steht, ist nicht bekannt. Die Stadt gibt darüber keine Auskunft.

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