Geplanter Umzug macht Probleme

Brüninghaus-Platz ist zu klein für den Wochenmarkt

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Die Händler des Wochenmarktes haben die Köpfe zusammengesteckt und nach einer Lösung gesucht. Auf dem Brüninghaus-Platz werden nicht alle ihren Stand aufbauen können.

Werdohl - Vor rund vier Wochen war Marktleiter Christian Ziebolz noch überzeugt, dass der Brüninghaus-Platz groß genug ist, um alle Händler des Werdohler Wochenmarktes aufzunehmen. Jetzt musste er erkennen: Der Platz ist zu klein. Bis zum 9. Mai muss eine Lösung gefunden werden.

Möglicherweise hatte Volkmar Güldner-Rademacher schon den richtigen Riecher gehabt, als er in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Stadtentwicklung (Ustea) am 19. März fragte, ob eine Ausweitung des Wochenmarktes möglich sei. 

Der Ausschuss befasste sich gerade mit der Verlegung des Wochenmarktes auf den Brüninghaus-Platz und der SPD-Ratsherr dachte laut darüber nach, die Verkaufsfläche um die Stadtspange zu erweitern, wenn auf dem vor drei Jahren umgestalteten und nun nach Nachbesserungsarbeiten endlich uneingeschränkt zur Verfügung stehenden Platz nicht genug Standfläche wäre. 

Marktleiter Christian Ziebolz hielt solche Überlegungen für nicht notwendig: Er gehe davon aus, dass die Fläche des Brüninghaus-Platzes ausreichen wird, sagte er im Brustton der Überzeugung. Da auch statische Einschränkungen – unter einem Teil der Stadtspange liegt die WK-Tiefgarage – und Sicherheitsbedenken – Stichwort: Rettungswege – gegen Güldner-Rademachers Anregung sprachen, wurde das Thema zu den Akten gelegt. 

Sondernutzung auf einigen Flächen

In der vergangenen Woche holte es die Verantwortlichen aber wieder ein. Bei einer genauen Vermessung und Begutachtung des Brüninghaus-Platzes musste Marktleiter Ziebolz feststellen, dass eben nicht alle Markthändler zwischen Freiheitstraße und WK-Warenhaus, Blumen-Fromm und Café Baroque untergebracht werden können. 

Er habe sich wohl verschätzt, räumte Ziebolz mittlerweile ein. „Es ist weniger Platz vorhanden, als ich gedacht habe“, sagte er. Was der Marktleiter nicht bedacht hatte und offenbar auch nicht wusste: Das Eiscafé Valentino und das Café Baroque haben Sondernutzungsrechte für Teile des Brüninghaus-Platzes und der asphaltierte Bereich vor dem WK-Eingang ist Privatgrundstück und darf nicht mit Marktständen zugestellt werden. Hinzu kommt, dass Abstand zu den Bäumen und zum Wasserspiel eingehalten werden muss und die Sitzbänke auf dem Platz auch die Platzierung von Ständen einschränken. „Der gesamte Markt passt ganz und gar nicht auf den Brüninghaus-Platz“, bestätigte Anfang dieser Woche auch Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel auf Nachfrage. 

Ziebolz hat aber mittlerweile mit allen rund 25 Markthändlern gesprochen und eine Lösung erarbeitet. Die sieht so aus, dass auf dem Brüninghaus-Platz nur die Händler platziert werden, die im weitesten Sinne Lebensmittel anbieten, also auch die Imbissbetreiber. Darunter wird auch ein neuer Obsthändler sein. Auch für einen oder zwei Textilhändler soll noch Platz sein. Nach Ziebolz’ Worten werden fünf bis sechs andere Markthändler, die andere Artikel anbieten, in der Fußgängerzone bleiben. „Die wollen auch gerne an ihren angestammten Plätzen bleiben“, hat Ziebolz nach eigenen Angaben in Gesprächen erfahren, dass diese Händler an einem Umzug auf den Brüninghaus-Platz gar nicht interessiert sind. 

Noch keine Festsetzung vorgenommen

Mit dieser Anordnung der Stände soll der Wochenmarkt auf dem Brüninghaus-Platz nun am Donnerstag, 9. Mai, erst einmal starten. „Wir haben noch keine Markfestsetzung vorgenommen. Jetzt warten wir erst einmal den ersten Markttag ab und sehen dann weiter“, erklärte Ordnungsamtsleiterin Mentzel, dass die Grenzen des Marktgebietes noch nicht endgültig abgesteckt sind. Kleinere Verschiebungen sind demnach immer noch möglich, bis die Stadt abschließend festgelegt hat, wo die Markthändler ihre Stände aufstellen dürfen. 

Für Christian Ziebolz bedeutet das auch: „Wenn auf dem Brüninghaus-Platz doch noch genug Platz ist, können noch weitere Händler hinzukommen.“ Das könnten auch solche sein, die bisher noch nicht oder nicht mehr auf dem Werdohler Wochenmarkt vertreten sind. Entsprechende Gespräche hat der Marktleiter schon geführt.

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