Brüninghaus-Platz: Kälte verhindert Arbeiten

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Im Mai vergangenen Jahres wurde das Pflaster auf dem Brüninghaus-Platz kontrolliert, bis jetzt verhindert die eiskalte Witterung eine erneute Überprüfung der Tragfähigkeit.

Werdohl - Muss am 2016 sanierten Brüninghaus-Platz noch einmal nachgearbeitet werden oder kann die Pflasterfläche auch ohne Ausbesserungen für Großveranstaltungen wie Weihnachtsmarkt, Bauernmarkt, Stadtfest oder auch den Wochenmarkt genutzt werden? Klarheit darüber soll ein zweites Gutachten bringen.

Um Aussagen zur Gebrauchsfähigkeit der Pflasterfläche zu bekommen, sollen einige Steine aufgenommen und der darunter liegende Splitt als Bettungs- und Fugenmaterial eingehend untersucht werden. Genau darin liegt derzeit das Problem. Nachdem diese Arbeiten durch ein unabhängiges Ingenieurbüro aus Dortmund ursprünglich bereits für Mitte dieses Monats geplant waren, sollte das Ziehen der Bodenproben in dieser Woche nachgeholt werden. 

Doch die Witterung mit teilweise zweistelligen Minustemperaturen und entsprechendem Bodenfrost ließ die Maßnahme erneut nicht zu. „Am Wochenende soll es endlich wärmer werden und regnen, so dass wir hoffen, dass der Frost endlich aus dem Boden zieht. Einen neuen Versuch soll es in der kommenden Woche geben“, sagte Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau der Stadtverwaltung, auf Anfrage unserer Zeitung. 

Pflasterbettung hat nicht die erforderliche Dicke

Ein erstes Gutachten hatte ergeben, dass die Pflasterbettung auf dem Brüninghaus-Platz nicht an allen Stellen die erforderliche Dicke hat und die Fugenbreite des Natursteinpflasters in Teilen nicht dem Leistungsverzeichnis und den Regelwerken entspricht, sodass der Platz nach Auffassung des Gutachters nicht gemäß seiner Bestimmung genutzt werden kann. Dieses Gutachten soll mit weiteren Untersuchungen des Unterbaus nun vertieft werden. 

Denn die Stadt hat bekanntlich seit Längerem Zweifel an der Gebrauchsfähigkeit des Platzes, bemängelt die Ausführung der Pflasterarbeiten und lässt den Platz seit Sommer 2017 nur noch fußläufig nutzen. Seitdem verhandeln Stadt und Baufirma darüber, wer für die Mängel verantwortlich ist und zu wessen Lasten sie beseitigt werden müssen.

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