Brüninghaus-Platz: Ergebnisse des zweiten Gutachtens liegen vor

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Oberflächlich betrachtet, ist auf dem Brüninghaus-Platz alles in Ordnung. Die Probleme lauern aber im Untergrund.

Werdohl - Das Ergebnis des zweiten Gutachtens über die Gebrauchsfähigkeit der Pflasterfläche auf dem Brüninghaus-Platz liegt mittlerweile vor. Das bestätigte die Werdohler Stadtverwaltung in dieser Woche auf Anfrage unserer Zeitung.

Mitte März hatten Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Dortmund an verschiedenen Stellen des Platzes Bodenproben gezogen und Versickerungsversuche durchgeführt. „Zu den Inhalten des Gutachtens können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, hieß es von Seiten der Stadt. Die Ergebnisse würden derzeit mit anwaltlichem Beistand analysiert und ausgewertet. Anschließend würden die Gespräche mit der Baufirma, die den Brüninghaus-Platz im Jahr 2016 neugestaltet hat, wieder aufgenommen. 

Bis zu einer Einigung mit dem Unternehmen und möglichen Ausbesserungsarbeiten, die im Anschluss noch zu erledigen sein könnten, darf der Platz weiterhin nur fußläufig genutzt werden, so dass das Stadtfest am 2. Juni zwar in der Innenstadt, wohl aber nicht auf dem zentralen Platz stattfinden kann. 

Stadt zweifelt uneingeschränkte Nutzbarkeit an

Das Gutachten war erforderlich, weil die Stadt bislang bekanntlich die uneingeschränkte Nutzbarkeit des Platzes angezweifelt hat. Deshalb ist der Platz mittlerweile seit dem vergangenen Sommer für Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt oder zuletzt den Tag der Rettungskräfte nicht nutzbar. 

Nachdem im vergangenen Jahr im Rahmen eines ersten Gutachtens die Schichtdicke des Platzunterbaus und die Fugenbreiten untersucht worden sind, ging es jetzt um die Beschaffenheit und Zusammensetzung des Bettungs- und Fugenmaterials an sich. Dabei wurde auch überprüft, ob das Material überhaupt geeignet ist. Für das aktuelle Gutachten entnahmen die Arbeiter an neun Stellen Proben der unterschiedlichen Materialien, die als Pflasterbettung verbaut worden sind. Zudem wurden an drei Stellen Versickerungsversuche durchgeführt, um die Wasserdurchlässigkeit zu prüfen. Das entnommene Material wurde im Labor einer Siebanalyse unterzogen. 

Pflasterbettung hat nicht die richtige Dicke

Aus dem ersten Gutachten ist als Ergebnis bisher bekannt, dass die Pflasterbettung nicht an allen Stellen die richtige Dicke hat und die Fugenbreite des Natursteinpflasters in Teilen nicht dem Leistungsverzeichnis und den Regelwerken der Ausschreibung entspricht. Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau der Verwaltung, hatte dazu Mitte März bei der Entnahme der neuen Proben gesagt: „Wir müssen aber ausschließen können, dass es zu Verformungen des Pflasters kommt, wenn der Platz vor Großveranstaltungen mit schweren Fahrzeugen befahren wird oder es zu erhöhten Punktbelastungen kommt.“ 

Damit scheint also klar: Es muss stellenweise nachgearbeitet werden. In welchem Umfang dies erforderlich ist, wird die Auswertung des zweiten Gutachtens ergeben.

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