Brüninghaus-Platz: Ein Viertel wird saniert

Auf dem Brüninghaus-Platz haben gestern die Nachbesserungsarbeiten am Natursteinpflaster begonnen. 

Werdohl - Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt haben am Mittwoch die Arbeiten zur Sanierung des Brüninghaus-Platzes begonnen. Sie waren nötig geworden, nachdem an dem erst 2016 verlegten Granitpflaster Mängel aufgetreten waren.

Im Wesentlichen geht es um drei mangelhafte Teilflächen. Die größte befindet sich in der nordwestlichen Ecke zwischen der Geschäftsstelle des Süderländer Volksfreunds und der Fortuna-Apotheke. 

„Das ist auch die größte Fläche“, sagte Martin Hempel, Tiefbau-Chef im Rathaus, der sich ein Bild von den Arbeiten machte. Eine weitere, etwa halb so große Teilfläche befindet sich vor dem Haupteingang des WK-Warenhauses, unmittelbar im Anschluss an das asphaltierte Rechteck. Der dritte Bereich befindet sich am Rand des Brüninghaus-Platzes zur Freiheitstraße hin. 

„Insgesamt ist das ungefähr ein Viertel des gesamten inneren Bereiches, in dem das Kleinpflaster verlegt worden ist“, erklärte Hempel. Wie viel Quadratmeter insgesamt saniert werden müssen, konnte Hempel nicht sagen. „Anhand von Messungen haben wir Kernpunkte festgestellt, von denen aus sich die Arbeiter nach außen vorarbeiten, bis der Untergrund in Ordnung ist“, erklärte Hempel, dass die mangelhaften Flächen noch nicht ganz genau eingegrenzt seien. Nur die äußeren Bereiche, in denen größere Pflastersteine verlegt worden sind, seien überhaupt nicht betroffen. 

Pflasterbettung war zu dick

In den drei betroffenen Bereichen sei die Pflasterbettung aus Feinsplitt zu dick gewesen, erläuterte Hempel, warum das Natursteinpflaster nicht ausreichend belastbar gewesen sei. Das Bauunternehmen nehme deshalb nun die Pflastersteine auf und fahre die Feinsplittschicht ab. Anschließend werde die darunter liegende Schottertragschicht neu pofiliert, also aufgeraut, mit zusätzlichem Material verstärkt und verdichtet. 

Anschließend werde auf diese Schotterschicht eine vier Zentimeter dicke Schicht aus Diabassplitt aufgetragen, ehe die Pflastersteine wieder eingebaut würden. erklärte Hempel, wie die Arbeiter vorgehen müssen. 

Die drei Teilbereiche werden nach und nach bearbeitet. Hempel nennt dafür zwei Gründe: „Erstens kontrolliert ein Gutachter jedesmal, bevor die Pflastersteine wieder eingebaut werden, ob der Untergrund diesmal wirklich ordnungsgemäß hergestellt worden ist. 

Damit wollen wir sicher stellen, dass die Arbeiten nach den Regeln der Technik ausgeführt worden sind. Zweitens wollen wir nicht Gefahr laufen, dass der Platz an mehreren Stellen aufgerissen ist, wenn vielleicht doch plötzlich ein Wintereinbruch kommt.“ 

Weihnachtsmarkt soll auf Brüninghaus-Platz stattfinden

Denn egal, wie schnell die Arbeiten voranschreiten – am 15. und 16. Dezember soll auf jeden Fall der Weihnachtsmarkt auf dem Brüninghaus-Platz stattfinden. „Notfalls wird dann ein Teilbereich abgesperrt“, sagt Hempel.

Allerdings ist der Tiefbau-Chef davon überzeugt, dass die notwendigen Arbeiten, zu denen auch noch die Neuausrichtung einzelner Steine und Steinreihen gehört, in den verbleibenden dreieinhalb Wochen zu schaffen sind. 

Tiefbau-Chef Martin Hempel zeigt auf einem Übersichtsplan die drei Bereiche (grün), die nachgebesert werden müssen.

Dass der Brüninghaus-Platz direkt im Anschluss an die Pflasterarbeiten schon mit Ständen und gegebenenfalls Fahrzeugen belastet wird, sieht Martin Hempel übrigens nicht als problematisch an. „Nach Auffassung des Gutachters ist das kein Problem“, versichert er. 

Allerdings gelte sowohl für den Weihnachtsmarkt als auch für andere Veranstaltungen in der Zukuft, dass gewisse Regeln einzuhalten seien. So müsse eine punktuelle Belastung sicherlich vermieden werden, meinte Hempel.

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