Brüninghaus-Platz: Der Berliner Entwurf soll es sein

WERDOHL ▪ Der Rat hat sich Montagabend einstimmig dafür ausgesprochen, mit dem Berliner Büro der Landschaftsarchitekten Geskes und Hack in Verhandlungen zur Umgestaltung von Brüninghaus-Platz, Ludwig-Grimm-Park, dem Bereich der Freiheitstraße dazwischen und der Verbindung zur Lenne zu treten.

Damit folgten die Politiker dem Entscheid des Preisgerichtes, die diesen Entwurf zum Sieger des Wettbewerbs „Werdohl an die Lenne / Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes“ erklärt hatten.

Bürgermeister Griebsch hatte vorher erklärt, dass es erst im Laufe der Beratungen klar geworden sei, dass das Wettbewerbsgebiet in einen Realisierungsteil und einen Ideenteil aufgesplittet worden ist. Auch der so genannte Realisierungsteil, für den insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sei in zwei Bereiche aufgeteilt worden: Die Querspange als Verbindung zum Lenneufer und der Brüninghaus-Platz.

Stefan Ohrmann sagte für die CDU-Mehrheitsfraktion, dass das genaue Procedere erst im Laufe einiger Beratungen klar geworden sei. Er verwies wie alle anderen Fraktionssprecher auch auf die festgesetzten Mittel: „Beim Geld gibt es keinen Nachschlag.“ In einer Nachfrage zum Beschluss vergewisserte er sich noch, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen mit Geskes und Hack der Rat auch eines der drei anderen Büros aussuchen dürfe.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Wershoven bemängelte die fehlende Einbindung der Politik bei der Festlegung der Bereiche in Realisierung und Idee. In den Rats- und Ausschusssitzungen sei nie davon die Rede gewesen, die Politiker im Preisgericht hätten nur beraten und nichts entscheiden dürfen. Wershoven: „Uns umtreibt eine gewisse Sorge, dass die Mittel nicht ausreichen werden.“ Die SPD wolle auf „Nummer sicher“ gehen und die Reihenfolge der Realisierung ändern. Zuerst solle die Stadtspange errichtet werden, dann erst Ludwig-Grimm-Park und Brüninghaus-Platz. Wershoven: „Einen Brüninghaus-Platz haben wir ja schon.“ Auf den so genannten „Stadtbalkon“ bei Wiengarn solle ganz verzichtet werden. Darüber solle aber erst im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung am 15. Januar diskutiert werden.

Bürgermeister Griebsch wies darauf hin, dass bei einer etwaigen Änderung der Realisierungsreihenfolge die Bezirksregierung verständigt werden müsse: „Wir haben ja gerade eben erst den Bewilligungsbescheid bekommen.“

WBG-Sprecher Willibald Mertens sprach von einer „schweren Entscheidung“ und äußerte vor allem die Sorge seiner Fraktion bezüglich der Kosten. Eine Überschreitung sei mit der WBG nicht zu machen, außerdem müssten die Folgekosten für die Wasserflächen und Brunnen ganz genau dargestellt werden. Die WBG habe Vorstellungen und Vorschläge und sei gespannt, wie die Berliner Architekten damit umgehen würden.

Für die FDP sprach Jürgen Neumann. Die Kosten könne man durch Auswahl von Materialien und Ausstattungen steuern. Zuerst solle die Spange und der Brüninghaus-Platz umgebaut werden. Die FDP würde sich freuen, wenn auch Teile des Goethe-Parkplatzes begrünt würden.

Von Volker Heyn

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