Brinkmann verspricht 100 WBG-Mitglieder

Christian Klepatz (Mitte) ist der neue Vorsitzende der Werdohler Bürgergemeinschaft. Links Torsten Hänel, neu gewählter stellvertretender Fraktionsvorsitzender und rechts Peter Jung als Nachrücker im Vorstand für Klepatz

WERDOHL ▪ Die Wahl von Christian Klepatz zum neuen Vorsitzenden der Werdohler Bürgergemeinschaft war am Mittwoch nur ein formeller Akt. Mit allen 17 Stimmen der erschienen Mitglieder wurde der 63-Jährige gewählt.

Die Wahl war nach dem Rücktritt von Thomas Janikowski nötig geworden, der im März unter dem Druck seines NPD-Vergleiches seine Ämter in Vorstand und Fraktion niedergelegt hatte.

Für Janikowski, der auch an der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch im Ütterlingser Krug teilnahm, musste auch in der Fraktion ein Nachfolger im Amt des stellvertretenden Vorsitzenden gefunden werden. Fraktionschef Willibald Mertens teilte der Mitgliederversammlung mit, dass mit Torsten Hänel in dieser Funktion ein Nachfolger bestimmt worden sei. Durch die Wahl von Klepatz zum Vorsitzenden war im Vorstand das Amt eines Beisitzers vakant geworden. Peter Jung war am Mittwoch der einzige Kandidat, der auch alle 17 Ja-Stimmen erhielt.

Klepatz, der sich bislang nicht politisch engagiert hat, bedankte sich für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Er werde sich bemühen, mit allen im Rat vertretenen Parteien zusammen zu arbeiten. Als gebürtiger Werdohler liege ihm das Werdohl aller Einwohner am Herzen. Die unterschiedlichen Auffassungen zu kommunalpolitischen Themen innerhalb der WBG werde er zu bündeln versuchen. Dabei bat er auch um die Mitarbeit und den Einsatz aller WBG-Mitglieder.

Auf der Tagesordnung stand anschließend eine Aussprache zu aktuellen kommunalpolitischen Themen. Diese Themen fanden die WBG-Mitglieder nicht etwa in der zukünftigen Position der Bürgergemeinschaft bei der Standortdebatte der evangelischen Grundschule oder der Situation in Alt-Pungelscheid und Düsternsiepen. Es gab auch keine Aussprache mit Janikowski, der Entscheidendes zur Gründung der WBG geleistet hatte. Aufreger des Abends waren die Verkehrsverhältnisse im Versetal, der Radtourismus an der Lenne, die Idee eines Hotels und die Neigung einer Zuwegung zur Lennepromenade. Um das Thema Barrierefreiheit für Behinderte werde man sich kümmern, kündigte Fraktionsvorsitzender Willibald Mertens an.

Ratsherr und stellvertretender Vorsitzender Gottfried Brinkmann machte am Ende der Versammlung eine große Versprechung: Bis Ende 2013 werde es so sein, dass die WBG 100 Mitglieder habe: „So wahr ich Gotti Brinkmann heiße.“ Die WBG hat aktuell 55 Mitglieder.

Volker Heyn

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