Kommunalwahl 2020

Briefwahl: Unvollständige Unterlagen verschickt?

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Werdohl – Angeblich sollen mehreren Wahlberechtigten in Werdohl unvollständige Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl am 13. September zugesandt worden sein.

Darauf hat der SPD-Bürgermeisterkandidat Andreas Späinghaus in einem Eintrag auf seiner Facebook-Seite hingewiesen und geraten, sich in solchen Fällen an das Wahlamt der Stadt Werdohl zu wenden. Er sei „von vier oder fünf Personen angerufen worden“, sagte Späinghaus auf Nachfrage, die ihm mitgeteilt hätten, nur Stimmzettel für die Rats- und die Bürgermeisterwahl, nicht aber für die Kreistags- und Landratswahl erhalten zu haben. 

Eine Nachfrage im Wahlamt der Stadt ergab, dass sich dort noch niemand über unvollständige Briefwahlunterlagen beschwert habe. „Bei uns hat sich niemand gemeldet“, sagte Abteilungsleiterin Andrea Mentzel am Mittwoch. Dass jemand Briefwahlunterlagen erhalten habe, denen nicht alle vier Stimmzettel beigelegen haben, hielt sie für unwahrscheinlich, aber möglich, weil die Unterlagen im Rathaus von Hand zusammengestellt werden. Und die Nachfrage nach der Briefwahl ist dabei in diesem Jahr auch coronabedingt besonders groß.

Außendienst würde neue Unterlagen bringen

Dabei könne es theoretisch natürlich zu Fehlern gekommen sein, räumte Mentzel ein und empfahl eventuell Betroffenen, sich unverzüglich an das Wahlamt im Rathaus zu wenden. Der Außendienst der Stadtverwaltung hole die unvollständigen Wahlunterlagen dann ab und bringe auch gleich komplett neue Unterlagen mit. 

Dass die Kommunalwahl durch diese Unregelmäßigkeiten eventuell beeinflusst werden könnte, schloss Andrea Mentzel aus. Den Briefwahlunterlagen liege jeweils ein Wahlschein bei, ohne den eine Stimmabgabe per Brief nicht möglich sei. Der ursprünglich versandte Wahlschein werde ungültig gemacht und ein neuer ausgestellt, erklärte Mentzel.

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