Breslauer Straße: Bagger sind im Einsatz

Bisher ist die Breslauer Straße halbseitig gesperrt. Wenn die Kanalbaumaßnahme beginnt, wird sich das allerdings ändern.

Werdohl -  Die Bagger sind bereits im Einsatz. Die Breslauer Straße ist bisher halbseitig gesperrt, eine Vollsperrung ist im Zuge der Baumaßnahmen allerdings unumgänglich: In Ütterlingsen werden die Gas- und Wasserleitungen erneuert und der Kanal ausgetauscht.

Von Carla Witt

Von der Hausnummer Breslauer Straße 38 bis annähernd zur Einfahrt Ruppenhahn erstreckt sich die Maßnahme, mit deren Ausführung die Mitarbeiter des Bauunternehmens Kebben Gmbh & Co. KG aus Attendorn am Montag begonnen haben. Auf rund 160 Metern werden zunächst die Leitungen ausgetauscht, dann der Kanal erneuert und schließlich die Fahrbahn wiederhergestellt. Insgesamt müsse mit einer Bauzeit von rund 100 Werktagen gerechnet werden, sagte Thomas Schmidt, Mitarbeiter der Tiefbauabteilung der Stadt Werdohl am Dienstag. Der Vorarbeiter der Firma Kebben erklärte vor Ort: „Es kommt zum einen auf die Witterung, zum anderen auf den Untergrund an. Ist der felsig, dann kann es länger dauern.“

„Die Gas- und Wasserleitungen, die dort verlegt sind, stammen aus dem Jahr 1953“, berichtete Dietmar Nörthemann. Es seien bereits Undichtigkeiten aufgetreten, deshalb müssten die Leitungen erneuert werden, betonte der Gas- und Wassermeister der Stadtwerke Werdohl außerdem. Die alte Stahlgasleitung wird jetzt durch ein moderne Kunststoff-Leitung (PE) ersetzt. Das gilt auch für die Gussleitung, durch die bisher noch das Trinkwasser an der Breslauer Straße fließt. Neben den Hauptleitungen würden auch zwei Wasserhausanschlüsse erneuert, berichtete der Mitarbeiter der Stadtwerke.

Sind diese Arbeiten beendet – rund vier bis fünf Wochen sind eingeplant – schließen sich Kanalarbeiten an. „Eine Sanierung lohnt sich dort nicht. Der Kanal ist von 1949 und die Rohre sind allgemein in einem sehr schlechten Zustand“, erläuterte Thomas Schmidt. Das sei bereits im Jahr 2009 im Rahmen einer TV-Untersuchung der Kanäle in Ütterlingsen festgestellt worden. „Deshalb haben wir bereits vor drei oder vier Jahren damit begonnen, dort Kanalrohre zu erneuern. Und wenn die Maßnahme an der Breslauer Straße beendet ist, stehen noch weitere in Ütterlingsen an“, erklärte der Mitarbeiter der Tiefbauabteilung.

Am Durchmesser der Rohre, die unter der Fahrbahndecke der Breslauer Staße verlegt sind – er beträgt 30 Zentimeter – werde sich nichts ändern, sagte Schmidt. Wenn die Kanalbaumaßnahmen beginnen sei eine Vollsperrung unumgänglich. Die bestehende Einbahnstraßenregelung solle dann entsprechend geändert werden.

Die Stadt Werdohl bittet die Anwohner um Verständnis für Behinderungen im Zuge der umfangreichen Baumaßnahme. Thomas Schmidt wies in diesem Zusammenhang auf Synergieeffekte hin: „Wir treten vor solchen Maßnahmen mit allen Versorgungsträgern in Kontakt, damit möglichst viele Arbeiten in einem Zug erledigt werden können.“

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