Defekte Kabel sorgen für Ärger

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Wie viele Anwohner im Bereich der Carl-Diem-Straße, des Finkenwegs und dem Erlhager Weg, hatte auch Monika Wierig-Schärf in den vergangenen Tagen kein Fernsehsignal. Da bei einer Baumaßnahme Breitbandkabel von Unitymedia beschädigt wurden, hatten viele Anwohner seit vergangenem Donnerstag kein Telefon-, Internet- und Fernsehsignal. ▪

WERDOHL ▪ Seit vergangenen Donnerstag galt für die Anwohner der Carl-Diem-Straße, des Finkenweges und im Erlhager Weg: Nichts geht mehr. Durch Beschädigungen der Breitbandkabel des Telekommunikationsanbieters Unitymedia gab es seit sechs Tagen weder eine Verbindung zum Internet, noch ein Fernseh- oder Telefonsignal. Am Dienstag wurde das Kabel an einer Stelle provisorisch repariert.

Trotz der Reparatur fühlen sich die Anwohner von ihrem Anbieter im Stich gelassen. „Wir versuchen seit Tagen jemanden bei Unitymedia zu erreichen, doch wir stecken entweder in der Warteschleife fest oder niemand kann uns Auskunft geben, ob jetzt etwas passiert“, beschwert sich Monika Wierig-Schärf, die in der Carl-Diem-Straße 10 wohnt.

In der vergangenen Woche beschädigten Bauarbeiter des Tiefbauunternehmens Schottstädt und Partner in Höhe der Carl-Diem-Straße 2 und 16 die Unitymedia-Leitungen mit einem Bagger. „Wir verlegen hier Glasfaserkabel für Vodafone“, erklärt Bauleiter Torsten Biermann. Bei der Aushebung habe man dabei unbeabsichtigt an zwei Stellen die Kabel von Unitymedia getroffen, die den Bürgersteig kreuzen. „Die Kabel waren nicht mit einem roten Warnband gekennzeichnet, deswegen rechneten unsere Mitarbeiter nicht damit, auf Kabel zu treffen“, sagt Biermann. Man habe dann Unitymedia über die Beschädigung informiert. Bereits am Freitag war ein Servicetechniker des Unternehmens Media.com vor Ort, das von Unitymedia mit der Problembehebung beauftragt worden war. Der Mitarbeiter reparierte das Kabel, doch keine Verbindung kam zustande. „Mein Kollege konnte dann abmessen, dass ein weiteres Problem einige Meter weiter im Straßenkörper liegen muss“, erklärt Christian Korte, ebenfalls Mitarbeiter von Media.com und am Dienstag vor Ort im Einsatz. Daraufhin riss das Unternehmen Schottstädt und Partner am Montag die Straße an der Stelle auf, um dort das Kabel zu überprüfen. „Dabei stellten wir fest, dass dort vor Jahren schon einmal ein Kabel durchtrennt und nicht einwandfrei wieder in Stand gesetzt wurde“, erklärt Torsten Biermann. „Als dann unser Bagger an der einen Seite das Kabel anhob, riss es an der anderen Stelle ebenfalls.“

Um das Problem zu lösen, muss das Kabel unter der Straße und den Bürgersteigen komplett ausgetauscht werden. Dazu wurden gestern auf beiden Seiten der Straße Löcher im Rasen ausgehoben, um das Kabel freizulegen und schließlich mit so genannten Muffen wieder zu verbinden. Da aber aufgrund von fehlenden Maßstäben nicht klar war, wo das Kabel tatsächlich verläuft, wurde das Erdreich beispielsweise in Höhe der Häuser 2 bis 4 an mehreren Stellen ausgehoben.

Da sich diese Maßnahme am Dienstag hinzog, wurden die Kabel an den beiden beschädigten Stellen zunächst aber provisorisch miteinander verbunden, um die Anwohner wieder ans Netz anzuschließen. Trotzdem konnten am Dienstag noch nicht alle Häuser wieder angebunden werden. Das soll heute im Laufe des Tages erledigt werden, erklärte Christian Korte.

Von Alisa Kannapin

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