Brand im Steinbruch

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In 22 Metern Höhe gerieten gestern sechs Keilriemen einer Entstaubungsanlage bei der Firma Cemex in Kleinhammer in Brand. Wehrleute aus Werdohl und Plettenberg waren im Einsatz.

WERDOHL/Plettenberg ▪ Bei der Firma Cemex in Kleinhammer gerieten gestern sechs Keilriemen in einer Entstaubungsanlage in Brand. Gegen neun Uhr wurden die Feuerwehren Werdohl und Plettenberg alarmiert. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben von Werksleiter Marcin Porzucek entstand ein Sachschaden von 2000 Euro. Hinzukommen Verluste durch den gestrigen Produktionausfall, die Porzucek auf Nachfrage unserer Zeitung noch nicht genau beziffern konnte.

„Eigentlich befindet sich das Firmengelände auf Plettenberger Stadtgebiet. Aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zum Brandschutz in der Stadt Plettenberg vom vergangenen September mit der Stadt Plettenberg wurden beide Feuerwehren gleichzeitig alarmiert“, erklärte Werdohls Stadtbrandinspektor Manfred Theile gestern an der Einsatzstelle. Durch die örtliche Nähe seien die 28 Werdohler Wehrleute zuerst bei Cemex eingetroffen. Neben dem Löschzug Eveking und Kleinhammer rückte auch die Löschgruppe Brüninghaus aus. Auch der Einsatzleitwagen und die Drehleiter aus der Stadtmitte machten sich auf den Weg zum Solmbecker Weg. Es war für die Werdohler Wehr der erste Einsatz auf Plettenberger Gebiet nach der Vereinbarung aus dem vergangenen Herbst. „Es hat sich gezeigt, dass diese Vereinbarung sehr sinnvoll ist, um ein schnelles Eintreffen am Einsatzort zu gewährleisten“, sagte Theile. Als die Feuerwehr auf dem Unternehmensgelände eintraf, sei nur die Rauchentwicklung in rund 22 Metern Höhe sichtbar gewesen, wie der Stadtbrandinspektor berichtete. Bevor die Drehleiter in Stellung gebracht war, hätten sich seine Mannen zunächst Zugang über die an der der Anlage befestigten Leitern verschafft.

„Mit Hilfe der Wärmebildkamera haben wir lokalisiert, wo sich die Brandherde im Inneren befinden“, erklärt Theile. Die verschiedenen Gerätschaften seien zunächst mit Seilen an der Anlage hochgezogen worden, bevor die Brandschützer den Korb der Drehleiter für den Transport nutzen konnten. „Die eigentliche Vorbereitungszeit ist letztlich höher gewesen, als die Löschzeit“, erklärte Werdohls erster Feuerwehrmann, der mit seinen Leuten etwa zwei Stunden bei Cemex im Einsatz war. In Verbindung mit den Betriebsangehörigen hätten die Brandschützer dann die Verkleidung der Anlage geöffnet, um den Brand im Inneren der Anlage mit Hilfe von Feuerlöschern zu bekämpfen. Hierzu wurde auch ein Kohlendioxidlöscher eingesetzt. Neben den 28 Feuerwehrleuten aus Werdohl waren auch 26 Plettenberger Brandschützer im Einsatz. Kräfte der dortigen Hauptwache seien ebenso vor Ort gewesen wie Brandschützer des Löschzuges drei, der sich aus den Löschgruppen Selscheid, Eiringhausen und Ohle zusammensetzt, wie Theile erklärte. ▪ ute

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