Brand: Sommerstraße 19 vorübergehend unbewohnbar

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Gerettete und Nachbarn mussten zuschauen, wie ihr Hab und Gut vom Brand bedroht wurde. Zwei Notärzte betreuten insgesamt sieben von Rauchgasvergiftung betroffene Personen, eine von ihnen musste ins Krankenhaus.  

WERDOHL - Die Kriminalpolizei konnte am Dienstagabend noch nicht genau sagen, warum der Bretterverschlag im Keller des Mehrfamilienhauses Sommerstraße 19 in Brand geraten war. Das Gebäude ist durch den Brand vorübergehend unbewohnbar.

Auch über die Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben. Sechs Personen mussten noch in der Nacht von Montag auf Dienstag vom Ordnungsamt anderswo untergebracht werden. Fünf von ihnen, so Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel auf Nachfrage, hätten Unterschlupf bei Freunden, Nachbarn oder Verwandten gefunden. Ein Mann habe die städtische Notwohnung in der Osmecke in Anspruch genommen. Das Ordnungsamt ist in solchen Fällen nur behilflich, für die erste Nacht eine Bleibe zu finden, die Kosten für die Unterbringung tragen in der Regel Versicherungen.

Bilder vom Einsatz der Feuerwehr

Feuerwehr rettet Menschen aus Sechs-Familien-Haus

Das Haus gehört zum Bestand der Werdohler Wohnungsgesellschaft. Das war am Montagabend zunächst nicht klar, weil Häuser der Sommerstraße auch der Altenaer Baugesellschaft und Privatleuten gehören.

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Als die Feuerwehrkräfte eintrafen, war dichter schwarzer Rauch aus der Haustür zu sehen, Flammen waren nicht auszumachen. Das berichtete Feuerwehrchef Manfred Theile. So sind auch Treppenhaus und die Wohnungen durch Ruß und Rauch schwer beschädigt, nicht aber durch Feuer. Inwieweit die Wohnungen gereinigt werden können, war gestern noch nicht klar. Die Stromversorgung des Hauses ist jedenfalls völlig zerstört und muss von der Straße aus neu ins Haus gelegt werden. Auch im Haus muss die abgebrannte Stromverteilung neu eingerichtet werden. Wann die Mieter wieder in ihre Wohnungen können, kann noch niemand sagen.

Das Aufgebot der Einsatzkräfte war groß: 28 Leute vom Löschzug Stadtmitte mit sechs Fahrzeugen, vier Rettungswagen, zwei Notarztfahrzeugen, drei Rotkreuzwagen allesamt mit Besatzung sowie Kräfte von Kriminalpolizei, Polizei, Stadtwerken, Mark-E und Ordnungsamt.

Nach Einsatzende wurde um 23.32 Uhr noch einmal die Wehr alarmiert: Der Löschzug Kleinhammer mit der Löschgruppe Brüninghaus rückte zur Osemundstraße aus, dort brannte ein frei stehender Altpapiercontainer. Weit nach Mitternacht war der Einsatz beendet.

Von Volker Heyn

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