Feuer auf den Bahngleisen in Werdohl

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Die Feuerwehr musste am Montag einen Kleinbrand auf den Bahngleisen an der Derwentsider Straße löschen.

Werdohl - Einen Kleinbrand auf den Gleisanlagen der Ruhr-Sieg-Strecke musste die Feuerwehr am späten Montagnachmittag löschen. In Höhe des Lidl-Marktes, etwa 300 Meter vom Bahnhof entfernt, waren mehrere Bretter in Brand geraten.

Gegen 17.30 Uhr wurden die Brandbekämpfer zu dem Feuer an der Derwentsider Straße gerufen. Allerdings konnten sie nicht gleich zur Tat schreiten und den Brand löschen. Für solche Fälle sieht das Notfallmanagement der Deutschen Bahn genaue Regeln vor, die auch die Feuerwehr einhalten muss.

Beispielsweise dürfen die Bahngleise nur betreten werden, wenn zuvor der Fahrbetrieb eingestellt worden ist. Das hatte die DB-Notfallleitstelle in Duisburg auch offenbar sofort nach der Alarmierung der Feuerwehr erledigt. In diesem Fall musste aber auch noch der Oberleitung für den elektrischen Zugbetrieb abgeschaltet werden. Die führt Spannung von 15.000 Volt und eine Frequenz von 16,7 Hertz – zu gefährlich für die Feuerwehrleute, die den Brand mit Löschwasser bekämpfen wollten.

Sowohl die Einstellung des Fahrbetriebs als auch die Abschaltung der Oberleitung musste in der Kreisleitstelle der Feuerwehr schriftlich vorliegen. Von der Alarmierung der DB-Notfallleitstelle bis zum Eintreffen der Fax-Bestätigung bei der Feuerwehr-Kreisleitstelle in Lüdenscheid vergingen exakt neun Minuten. Neun Minuten, in denen die Feuerwehr, die per Funk über den Faxeingang informiert wurde, praktisch nichts tun konnte.

„In diesem Fall bestand ja auch keine unmittelbare große Gefahr“, erklärte Werdohls Feuerwehrchef Kai Tebrün. Anders hätte die Feuerwehr möglicherweise gehandelt, wenn Menschenleben bedroht gewesen wäre, sagte er.

Die eigentlichen Löscharbeiten unter der Leitung von Guido Heil gingen dann schnell vonstatten: Mit Wasser löschte die Feuerwehr die brennenden Bretter innerhalb weniger Minuten. Um 18.12 Uhr informierte die Feuerwehr-Leitstelle die Deutsche Bahn darüber, dass das Feuer gelöscht sei und die Bahnstrecke wieder befahren werden könne.

Warum die Bretter auf den Gleisanlagen in Brand geraten sind und wie sie überhaupt dorthin gekommen sind, darüber wurde auch am Dienstag bei allen Beteiligten noch gerätselt.

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