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Brände bei Vossloh und Gas-Alarm im Kleiderschrank

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Von: Volker Griese

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Einen mit geplatzem Hydraulikschlauch auf der Borgheller Straße liegen gebliebenen Müllwagen musste die Werdohler Feuerwehr am Montagmorgen untersuchen.
Einen mit geplatzem Hydraulikschlauch auf der Borgheller Straße liegen gebliebenen Müllwagen musste die Werdohler Feuerwehr am Montagmorgen untersuchen. © Volker Griese

18 Feuer brannten am Wochenende im Märkischen Kreis ‒ auch in Werdohl musste die Feuerwehr ausrücken. Fast immer war es Müll, der in Flammen stand, zweimal sollten Fahrzeuge in Brand gesetzt werden. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftungen beziehungsweise Sachbeschädigungen durch Feuer beziehungsweise fahrlässiges Herbeiführen einer Brandgefahr.

Werdohl/Märkischer Kreis ‒ Kein ruhiges Wochenende für die Werdohler Feuerwehr: Zunächst mussten die Brandbekämpfer am Samstag in Ütterlingsen nach dem Rechten sehen, nachdem dort ein Heimrauchmelder Alarm geschlagen hatte. Allerdings gab es nichts zu löschen. Nach einem Unfall auf dem Höhenweg, bei dem eine Person schwer verletzt wurde, mussten die Einsatzkräfte dann auch in der Nacht zu Sonntag noch drei Mal ausrücken.

Gegen 22.30 und noch einmal gegen 1 Uhr wurden die Brandbekämpfer des Löschzugs Stadtmitte zu Bränden auf dem Gelände der Firma Vossloh gerufen. Dort brannten ein Kunststoffmülleimer und zwei Kunststoffmüllcontainer, vermutlich mit Hausmüll gefüllt. Des weiteren brannten zwei 1100-Liter-Müllcontainer, von denen einer metallhaltigen Strahl-oder Schleifstaub enthielt. Die Feuerwehr löschte zunächst mit Metallbrandpulver und dann mit Schaum. „Weil die Container nahe an einer Leichtbauhalle gestanden hatten, wurden deren Wand und Dach durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Feuerwehrchef Kai Tebrün am Sonntag.

Um 3 Uhr dann der nächste Einsatz: Wegen eines Gasalarms mussten die Löschzüge Stadtmitte und Eveking an der Albert-Schweitzer-Straße ausrücken. Ursache war ein Camping-Gaskocher im Schlafzimmerschrank. Mitarbeiter der Stadtwerke ermittelten mit einem Messgerät die Gaskonzentration in der Raumluft, während die Hausbewohner in Sicherheit gebracht wurden. Mit Lüftern sorgte die Feuerwehr dann für frische Luft, so dass die Bewohner anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. „Der Schrank wurde ausgeräumt und auf Balkon gestellt“, erklärte Tebrün, wie die Feuerwehr diesen Einsatz zu Ende gebracht hat.

Feuerteufel in Lüdenscheid?

Die Polizei listete aber noch eine Reihe von weiteren Löscheinsätzen für die Feuerwehren im Märkischen Kreis auf, darunter auch einen in Neuenrade: An der Straße Im Glocken brannte bereits am Freitagabend gegen 20.15 Uhr ein Container. In Iserlohn brannte am Samstagabend Müll, den Unbekannte an der Realschule Bömberg angezündet hatten.

Besonders häufig musste die Feuerwehr aber in Lüdenscheid ausrücken. Dort brannte es zwischen 21 Uhr am Samstag und 22.30 Uhr am Sonntag 13 Mal. Fast immer waren es Müll oder Müllcontainer, die in Flammen standen, in zwei Fällen versuchten Unbekannte, ein Auto in Brand zu setzen, einmal brannte auf dem Herd vergessenes Essen. War dort etwa ein Feuerteufel am Werk?

Am Montagmorgen musste die Werdohler Feuerwehr dann zur Borgheller Straße ausrücken. Dort war einem Müllfahrzeug ein Hydrauklikschlauch geplatzt. Das auslaufende Öl war auf eine heiße Metallfläche gespritzt, was eine Stichflamme und Rauchentwicklung nach sich gezogen hatte. Die Feuerwehr streute Bindemittel auf das ausgelaufene Öl und suchte unter anderem mit der Wärmebildkamera nach der Brandursache. Der Müllwagen, an dem auch noch ein Reifen geplatzt war, war vorübergehend nicht mehr fahrbereit, die Straße für die Dauer des Einsatzes blockiert.

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