Für die Botschaft sogar hinauf aufs Kirchendach

Tobias aus Werdohl, Jonas aus Uelzen, Dini aus Ludwigshafen und Martina aus Hamburg (v.l.) bauen ein Regal.

WERDOHL ▪ Ein Zelt vor dem Eingang zur Kirche, Transparente rund um das Kirchengelände, auf denen in verschiedenen Sprachen das Wort „Kirche“ zu lesen war und schließlich eins um den Kirchturm herum, mit der Friedenstaube und dem Logo „FraJuWa“: Schon von weitem war deutlich zu erkennen, dass das vergangene Wochenende ein besonderes in der katholischen Kirchengemeinde St. Michael war. Zum ersten Mal war die Gemeinde Gastgeber einer Franziskanischen Jugendwallfahrt (FraJuWa). Mehr als 60 Jugendliche und junge Erwachsene aus Orten ganz Deutschlands, in denen die Franziskaner über ihre Klöster oder in Gemeinden Jugendarbeit leisten, waren dazu nach Werdohl gekommen.

Motto „Bau meine Kirche wieder auf“

Diese 23. „FraJuWa“ stand unter dem Motto „Bau meine Kirche wieder auf“, basierend auf der Berufung des Heiligen Franziskus. Wesentlich waren die Workshops am Samstag, in denen sich die Teilnehmer verschiedenen Aspekten des Themas zunächst theoretisch angenähert haben. Fragen wie „Was bedeutet Kirche überhaupt?“, „Was sind unsere Träume von der Kirche?“ und „Wie hat Franziskus die Kirche aufgebaut?“ standen dabei im Mittelpunkt.

Transparente und Kirchenfenster

Am Nachmittag wurden einige Ideen in sechs Gruppen praktisch umgesetzt. Dazu gehörten das Bemalen und Anbringen der Transparente. Ein Team hat ein Kreuz bemalt, das in der Kirche aufgestellt wurde. Das Motiv basierte auf der Ikone, die die Berufung des Heiligen Franziskus darstellt. Darüber hinaus wurden zwei Kirchenfenster gestaltet: Entsprechend geformte Holzrahmen wurden mit einem Bild aus Seide, auf dem die Simpsons eine Symbiose mit den Franziskanern eingingen, und einem weiteren aus Tonpapier und transparenter Folie versehen. Auf dem letzteren waren unter anderem der Heilige Franziskus und das Motto des Tages abgebildet.

Regale für die Werdohler Tafel

Zwei weitere Gruppen beschäftigten sich mit praktischen Dingen: So wurden vier Regale für die Werdohler Tafel gebaut. Eine Organisation zu unterstützen, die sich für Bedürftige einsetzt – auch das war ganz im Sinne des Heiligen Franziskus. In der sechsten Gruppe schließlich stand die Verpflegung der Gemeinschaft im Vordergrund – dort wurden süße und herzhafte Plätzchen gebacken. Am Abend gingen alle gemeinsam mit Lichtern zum Kesslerplatz, wo die Umrisse der alten Kirche zu sehen sind, und ließen Ballons mit Lichtern steigen. Daran schloss sich eine Party an.

Lichter auf dem Kesslerplatz

Vorbereitet hatten die Jugendwallfahrt 13 junge Leute aus der Gemeinde gemeinsam mit Pater Kamil. Seit November hatten sie sich dazu fast jeden Freitag getroffen. Die „FraJuWa“ findet jedes Jahr an einem anderen Ort in Deutschland statt. Vor drei Jahren waren erstmals zwei Werdohler dabei, vor zwei Jahren waren es dann schon acht und 13 schließlich vor einem Jahr.

Werdohl ist erstmals Gastgeber

„Immer mehr haben Freude daran gefunden“, sagte Pater Kamil stolz, „so haben wir einmal den Mut gefunden selbst Gastgeber zu sein.“ Noch besser als das tolle Wetter sei die Stimmung unter den Teilnehmern gewesen und so war für das Team schon am Samstag klar, dass das Wochenende ein voller Erfolg war. Losgegangen war es am Freitag mit der Anreise unter anderem aus Hamburg, Uelzen und Ludwigshafen, und dem Kennenlernabend. Untergebracht waren die Gäste in der Turnhalle am Köstersberg. Zum Abschluss wurde gestern noch die Messe gefeiert. ▪ gör

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