Bossong wechselt nach Arnsberg

Werdohls Förster Frank Bossong wechselt zum 1. Februar zum Versuchsforstamt Arnsberger Wald. - Foto: Heinze

WERDOHl - Förster Frank Bossong wird ab dem kommenden Monat wohl entspannter durch den Stadtwald spazieren: Zum 1. Februar wechselt der 42-jährige Werdohler zum Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg.

Als Arbeitslehrer am Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik NRW in Neheim wird er angehende Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister schulen und unter anderem Fortbildungen für Waldbesitzer durchführen. Das erklärte Bernd Schmitt, Leiter des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bossong war 17 Jahre in Werdohl tätig und wird auch künftig mit seiner Frau und den drei Kindern in der Stadt an Lenne und Verse wohnen. „Als ganz normaler Waldbesucher werde ich wohl künftig entspannter durch den Werdohler Stadtwald gehen und muss mir nicht mehr so viele Sorgen um diesen machen“, sagte Bossong gestern. Als Leiter des Forstbetriebes Werdohl habe er alle Höhen und Tiefen des Försterdaseins erlebt. „Wenn ich mir mittlerweile die Bestände angucke, die ich vor 16 Jahren angepflanzt habe und wenn ich sehe, wie sich der Wald durch die eigene Arbeit weiterentwickelt hat, dann stellt sich schon eine innere Zufriedenheit ein“, so Bossong. Als absoluten Tiefpunkt seiner Werdohler Zeit nennt Bossong den 18. Januar 2007, als der Orkan Kyrill über Werdohl fegte. Durch die Wucht des Orkans entstanden im Forstbezirk Werdohl insgesamt 300 Hektar Kahlfläche. 100 000 Festmeter Holz sind damals in die heimischen Wälder geworfen worden. „In der Kyrillnacht sind somit so viele Bäume umgefallen, die wir sonst im Verlaufe von zehn Jahren geschlagen hätten“, weiß Bossong und fügt hinzu, dass durch die Wucht des Orkans im Forstbezirk Werdohl insgesamt 300 Hektar Kahlfläche entstanden seien. „Wenn man mit der Natur arbeitet, ist man immer auch deren Launen ausgesetzt“ sagt Bossong. Fehlen wird dem 42-Jährigen die Arbeit mit den Kindergarten- und Grundschulkindern. Das habe ihm immer sehr viel Spaß gemacht. Neben dem Werdohler Stadtwald hat Frank Bossong in seiner Funktion als Forstoberinspektor in Werdohl auch noch etwa 2000 Hektar Privatwald betreut.

Wer Bossongs Nachfolger in Werdohl wird, steht noch nicht fest: „Die Ausschreibung des Forstbetriebsbezirkes Werdohl wird zur Zeit im Forstamt vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass es aus verschiedenen Gründen eine gewisse Zeit dauern wird, bis ein Nachfolger den Dienst in Werdohl aufnehmen wird“, sagte Bernd Schmidt, Leiter des Regionalforstamtes Märkisches Sauerland. Bis dahin werde die normale Vertretungsregelung des Regionalforstamtes greifen. Marcus Teuber, Leiter des Forstbetriebsbezirkes Lüdenscheid, wird die Amtsgeschäfte im Forstbetriebsbezirkes Werdohl mit übernehmen. Schmidt lobte vor allem Bossongs Einsatz nach den katastrophalen Folgen des Orkans Kyrill.

Von Ute Heinze

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