Ein Altenheim ist schon durch

Booster-Impfungen in Werdohl voll im Gange

Der Werdohler Hausarzt Dr. Hussein Al Shami und die medizinische Fachangestellte Susanne Voß impften Anfang Januar im Seniorenzentrum Werdohl den 78-jährigen Walter Gluth gegen Covid-19. Der Arzt und sein Team haben dort jetzt mit der dritten Impfung – der so genannten Booster-Impfung – begonnen.
+
Der Werdohler Hausarzt Dr. Hussein Al Shami und die medizinische Fachangestellte Susanne Voß impften Anfang Januar im Seniorenzentrum Werdohl den 78-jährigen Walter Gluth gegen Covid-19. Der Arzt und sein Team haben dort jetzt mit der dritten Impfung – der so genannten Booster-Impfung – begonnen.

Im Werdohler Seniorenzentrum an der Schulstraße sind die Auffrischungsimpfungen gegen Corona mit der dritten Dosis bereits im Gange, im privat geführten Haus Versetal ist man damit wohl schon durch.

Während auf Bundesebene noch über Modalitäten diskutiert wird, haben pragmatische Werdohler Hausärzte bereits mit den so genannten Booster-Imfpungen angefangen.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat im Einklang mit der Gesundheitsministerkonferenz des Bundes entschieden, dass allen Bewohnern in Pflegeeinrichtungen sowie Gästen der Tagespflege ab dem 1. September eine Auffrisch-Impfung angeboten werden muss. Das erläuterte Dr. Norbert Jacobs, Sprecher der Märkischen Kliniken, zu denen auch das Werdohler Altenzentrum an der Schulstraße gehört.

Auch die beschäftigten können dritte Impfung erhalten

Auch die Beschäftigten in den Häusern können eine solche Impfung erhalten – nach ärztlichem Ermessen. Im Haus Versetal wie auch im Seniorenzentrum impft der Werdohler Hausarzt Dr. Hussein Al Shami. Er hatte in beiden Einrichtungen ab Januar die Erstimpfungen und in zeitlichem Abstand die Zweitimpfungen durchgeführt. Im Seniorenzentrum haben Al Shami und andere Hausärzte der Bewohner schon vor September mit den Booster-Impfungen begonnen, im Haus Versetal soll bereits alles erledigt sein.

Dr. Al Shami begann im Januar 2021 auch mit den Impfungen von Bewohnern und Beschäftigten im Haus Versetal.

Im Altenhilfezentrum Wichernhaus am Rader Weg steht die Hausleitung in den Startlöchern. Die kommissarische Leiterin Birgit Frerkes sagte, dass man über den Impfstatus jedes Bewohners informiert sei. Diejenigen, die gleich im Januar und Februar ihre Impfungen bekommen haben und eine dritte Impfung erhalten möchten, werden sie bald bekommen. Bewohner, die zum Beispiel im Mai aufgenommen und dann erst geimpft wurden, haben zumindest keinen Anspruch auf ein Impfangebot. Die Regelung besagt, dass die erste Impfung mindestens ein halbes Jahr lang zurückliegen muss. „Wir haben im Haus eine hohe Impfbereitschaft und freuen uns sehr, dass wir den Impfschutz weiter verbessern können“, sagt Birgit Frerkes. Zu Jahresanfang hatte Dr. Matuszewski aus Altena die Bewohner im Wichernhaus geimpft, der Mediziner ist momentan in Urlaub. Wenn er wieder da ist, solle mit den Impfangeboten begonnen werden. Wie überall hat jeder Bewohner das Recht, sich auch von seinem persönlichen Hausarzt impfen zu lassen.

Wohl kaum eine Diskussion um die Notwendigkeit

Dass alte Menschen besonders schutzwürdig sind, steht außer Frage. Genau deshalb hatte man zuerst in den Altenheimen mit den Impfungen begonnen. In den vergangenen Monaten hatte es bereits einige so genannte Impfdurchbrüche in Altenheimen gegeben – bei Personen, die vollen Impfschutz hatten und dennoch daran erkrankten. Da auch leichte Verläufe bei immungeschwächten und sehr alten Menschen zum Tode führen können, dürfte es kaum eine Diskussion darum geben, ob die Booster-Impfung bei Senioren nötig ist oder nicht.

Dieser Auffassung hat sich auch die ständige Impfkommission Stiko ganz aktuell angeschlossen: Eine Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte solle möglichst bald ausgesprochen werden, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens. Lange werde es nicht mehr dauern, auf ein genaues Datum für die Empfehlung könne er sich aber noch nicht festlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare