Mit dem Bollerwagen durch die Landschaft

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Zum Familientag am Biwakplatz Kettling hatten an Christi Himmelfahrt die Werdohler Pfadfinder eingeladen.

WERDOHL ▪ Vatertagswanderungen sind nach wie vor beliebt. Mit dem Bollerwagen ziehen die Väter mittlerweile aber längst nicht mehr alleine los. Kinder und Frauen gehören überall mit zum Bild der fröhlich durch die Landschaft Flanierenden. Das Wetter spielte am Donnerstag auch mit.

Am längsten währt diese Tradition bei den Schützen vom Zug 4 des Versetaler Schützenvereins. Vom Vereinsheim Bärenstein machten sich 40 gut Gelaunte auf den Weg. Sechseinhalb Kilometer lagen vor der Truppe. Von Bärenstein ging es über Rotenohl, Diesenfeld und Distelblech zur neuen Kapelle, wo ein durst-löschender Imbiss wartete. Über Ludemert erfolgte die Rückkehr nach Bärenstein. Dort fand der gemütliche Abschluss mit Grillfleisch, Kaffee und Kuchen statt.

Die einzige Gruppe, die unterwegs ein Motto hatte, war der TSV Werdohl-Rodt. Gut 15 Mitglieder und Freunde des Clubs saßen auf dem Planwagen unter dem Leitspruch: „Hauptsache, es schmeckt“. Über Affeln ging es bis zur Wilden Wiese. Dort fand ein Landknechts-Gelage statt: Essen mit den Fingern und Trinken aus dem Tonkrug. Seit fünf Jahren macht sich die Freundes-Clique an Vatertag auf den Weg. Der Abschluss fand am Donnerstag wieder im Restaurant Zum Spiegel statt.

Vor dem Wandern frühstückten die rund 35 Teilnehmer der Vatertags-Wanderung der Ehemaligen Alten Herren des FC Pungelscheid und der Ehemaligen von Westfalia im Ütterlingser Krug erst einmal miteinader. Derart gestärkt ging es über den Scherl zur Altenaer Straße, vorbei am Evangelischen Friedhof, Landwehr und dem Hexentanzplatz sowie schließlich zurück zum Krug. Dort fand nach acht bis zehn Kilometern Fußmarsch ein zünftiges Grillen statt. Die Alten Herren vom FC Pungelscheid wandern an Vatertag bereits seit einem Vierteljahrhundert. Die Westfalia-Kollegen sind seit drei Jahren dabei.

Rekordbeteiligung hatte die Wanderung der Alten Herren des FSV Werdohl. Mit aktuellen Spielern der 1. und 2. Mannschaft kamen die Wanderer auf insgesamt 90 Teilnehmer. Vom Restaurant Zum Spiegel gingen sie über die Hölmecke, Höllenstein und Dresel bis zur Freibadgaststätte. Dort wurde mit Frauen gegrillt. Seit drei Jahrzehnten hat diese Tradition bei der FSV schon Bestand.

„Die größte Party überhaupt“, feierten laut Pfadfinder-Sprecher Nils Cramer die Menschen in Werdohl am Donnerstag am Biwakplatz am Kettling. Geschätzt 200 bis 300 wurden zum Familientag erwartet – „nicht nur Väter“. Seit 2004 richten die Pfadfinder diesen Tag aus. Zuvor begründete diese Tradition die Siedlergemeinschaft Kettling. Kistenklettern und eine Rollenrutsche standen für die Kleinen bereit. Der gesamte Biwakplatz wurde zum Spielen in der Sonne genutzt. Nackensteaks und Würste standen zur Stärkung zur Verfügung. Die Eltern und Leiter der Pfadfinder hatten dazu Salate gemacht. Kaffee und Kuchen rundeten das kulinarische Angebot ab. „Wir wandern selbst nicht“, so Cramer. „Der Biwakplatz ist vielmehr Abschlussort für viele Wanderer aus Werdohl“. ▪ kol

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