Montag Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung

11.000 Euro für Blumenwiesen in Werdohl

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So wie hier in Esslingen könnten demnächst auch Verkehrsinseln in Werdohl aussehen. Die Stadtverwaltung schlägt vor, sie mit Wildblumen zu begrünen.

Werdohl - Die Verwaltung möchte in vier Bereichen der Stadt insgesamt etwas mehr als 1100 Quadratmeter Blumenwiesen-Versuchsfläche anlegen – und so gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen

In der entsprechenden Vorlage für die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Montag, 8. Oktober, 17 Uhr, Rathaus) weist die Verwaltung auf den Naturschutzaspekt des Projektes hin: Wie schon durch die Einsaat der Schmetterlingswiesen werde auch mit den geplanten Versuchsflächen ein Beitrag zum Insektenschutz geleistet.

Darüber hinaus würden die ausgewählten Bereiche außerhalb der Werdohler Innenstadt deutlich aufgewertet. Zudem werde sich voraussichtlich ein Kostenvorteil gegenüber den bisherigen Mäharbeiten ergeben. Doch zunächst muss investiert werden: Etwa 11.000 Euro wird die Anlage der Blumenwiesen kosten, schätzt die Verwaltung. Dieses Geld sei im Grünpflege-Budget enthalten. 

„Die Entwicklung einer echten Blumenwiese braucht Zeit. Bis sich eine stabile Pflanzengemeinschaft eingestellt hat, dauert es mehrere Jahre“, schreibt die Verwaltung. Zunächst sei acht bis zehn Wochen nach der Einsaat ein Pflegeschnitt erforderlich, um die Entwicklung langsam wachsender Arten zu fördern. Ob die Mitarbeiter des Bauhofes noch weitere Pflegeschnitte vornehmen müssen, hänge davon ab, wie viele unerwünschte Arten zum Vorschein kommen, deren Samen oder Pflanzenteile noch im Boden vorhanden waren. 

Diese könnten für zusätzliche Arbeit sorgen: „Besonders hartnäckige Arten sind möglichst frühzeitig auszustechen und samt Wurzeln zu entfernen“, heißt es. Die neu angelegten Versuchsflächen sollen – auch zu Dokumentationszwecken – ständig kontrolliert werden. In folgenden Bereichen soll eine Blumenwiese eingesät werden: Freiheitstraße/Ecke Lüdenscheider Straße, Pungelscheid (ovaler Kreisverkehr), in der Borbecke sowie am Schulweg/Verbindungsweg Im Eichkamp.  

Zwei Samenmischungen mit mehrjährigen Blumen und Gräsern (Anteil jeweils 50 Prozent) wurden ausgewählt: Für die Frisch- beziehungsweise Fettwiese soll der Boden aufgelockert und der vorhandene Bewuchs entfernt werden. Diese Arbeiten einschließlich der Einsaat könne das Bauhof-Team übernehmen. Die Herstellungskosten belaufen sich laut Vorlage auf 10,25 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt sollen 1060 Quadratmeter angelegt werden. 

Die Einsaat der Verkehrsinselmischung auf einer Fläche von 55 Quadratmetern an der Freiheitstraße/Ecke Lüdenscheider Straße ist deutlich kostspieliger. Ein Fremdunternehmen müsse den Boden durch gröberes und nähr- stoffärmeres Material ersetzen und das Saatgut mit Kompost abdecken. Das Einsäen könnten die Mitarbeiter des Bauhofes übernehmen. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf circa 41 Euro pro Quadratmeter.

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