CDU und WBG bleiben bei „Nein“ zur Kooperation

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Ohrmann blieb bei seinem „Nein“.

WERDOHL ▪ In der letzten Ratssitzung des Jahres wurde noch einmal schwer um einen Kooperationsvertrag der Gesamtschule mit der geplante Gemeinschaftsschule in Neuenrade gerungen, CDU und WBG blieben jedoch bei ihrer schon im Hauptausschuss formulierten Ablehnung.

Selbst eine von der SPD beantragte geheime Abstimmung mit dem Ziel, die Fraktionslinie von Christdemokraten und Bürgergemeinschaft aufzubrechen, änderte am vorhersehbaren Abstimmungsergebnis nichts. Fraktionsvorsitzender Stefan Ohrmann (CDU) gab der Verwaltung „die Schuld, dass wir nicht in Gänze so beraten konnten, wie wir das wollten“. Inhaltlich argumentierte er nicht für oder gegen die von der Verwaltung gewünschte Zusammenarbeit, er führte gestern formelle Gründe an. Seine Fraktion habe nur die negativ ausfallende Stellungnahme des Realschulleiters gehabt. Weiterführende Informationen hätten seiner Fraktion nicht vorgelegen. Weil sich die Situation seit der vergangenen Hauptausschusssitzung nicht verändert habe, werde die CDU bei ihrem „Nein“ bleiben. Über die Weiterentwicklung der Schullandschaft in Werdohl müsse man in einer Schulausschusssitzung reden.

Nur dem letzten Punkt stimmte SPD-Fraktionschef Böttcher zu, ansonsten ging er Ohrmann wegen dessen formalistischer Ablehnung an: „Man kann auch außerhalb von Ausschüssen denken – das ist nicht verboten.“ Die SPD verspreche sich von der Kooperation einen Schülerzuwachs für die Oberstufe der Gesamtschule. Böttcher: „Jetzt freut sich Dr. Hollstein, er und sein Rat haben es verstanden.“ Er warf CDU und WBG vor, einen „Flurschaden“ angerichtet zu haben, weil es ohne Vertrauen zwischen den Städten Neuenrade und Werdohl auch keine interkommunale Zusammenarbeit gebe.

Thorsten Hänel konnte für die WBG keine nachvollziehbaren Argumente für deren ablehnende Haltung vermitteln. Er „vermisse Haupt- und Realschule“ bei der Debatte und höre immer nur von der Gesamtschule. Die Hauptschule sei aber sehr attraktiv. FDP-Sprecher Friedhelm Hermes meinte, dass bei CDU und WBG von interkommunaler Weitsicht nichts zu spüren sei.

Mit 16 Nein-Stimmen von CDU und WBG wurde der Antrag gegen 14 Stimmen von SPD, FDP und dem Bürgermeister abgelehnt.

Der nächste Streit

steht schon ins Haus

Die SPD möchte im kommenden Jahr das 100-jährige Bestehen des Ortsvereins mit einem Empfang und einer Ausstellung in der Stadtbücherei feiern. CDU und WBG hatten sich gegen die Nutzung der Stadtbücherei durch eine politische Partei ausgesprochen, jetzt soll die Verwaltung eine Lösung finden.

Volker Heyn

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