Experiment zur Gentechnik

Die Schüler des Biologie-Leistungskurses führten Experimente zum Thema Gentechnik durch.

WERDOHL ▪ Der Biologie-Leistungskurs der Albert Einstein-Gesamtschule beschäftigte sich im Rahmen eines ganztägiges Projekt mit dem Thema Gentechnik. In Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Hagen (ZfsL) und der Werdohler Schule führten die Schüler der Jahrgangsstufe 13 unter Leitung ihres Fachlehrers Sven Stocks und des Biologie-Fachleiters Dr. Uwe Gotthardt (ZfsL Hagen) ein gentechnisches Experiment mit Bakterien durch.

An dem Projekt nahmen auch die Referendare des Fachseminars Biologie am ZfsL Hagen teil. Je nachdem welche Schwerpunkte sie im Rahmen ihres Studiums an der Universität gewählt haben, sind sie mit solchen molekularbiologischen Versuchen mehr oder weniger vertraut. An der Gesamtschule in Werdohl lernten die angehenden Biologie-Lehrer dieses aufwendige Experiment praxisnah und unter Schulbedingungen kennen.

Der Fachleiter Dr. Uwe Gotthardt, der zugleich auch als Lehrer an der AEG tätig ist, ist davon überzeugt, dass die zukünftigen Biologielehrer anspruchsvolle Experimente wie den Blue Genes Versuch im Rahmen ihrer Lehrerausbildung unter Schulbedingungen selbst durchführen müssen, damit sie sich später selbst mit eigenen Schülergruppen daran wagen.

Ziel des Versuches war es, in E. coli Bakterien ein Gen einzuschleusen, das sie zur Verarbeitung des Nährstoffes Laktose benötigen. Erfolgreich gentechnisch veränderte Bakterien erkennt man später an blauen Bakterienkolonien auf den Nährbodenplatten (Name: blue genes).

Zu diesem Zweck wurde ein Unterrichtsraum in ein „Gentechniklabor“ verwandelt, in dem unter halbsterilen Bedingungen gearbeitet werden konnte. Dabei konnten die Schüler ihre in der Theorie erworbenen Kenntnisse nun in einem für die Schule konzipierten Experiment praktisch anwenden. Möglich wurde die Durchführung dieses Projektes erst durch eine Finanzspritze des Fonds der chemischen Industrie.

Ob die durchgeführte Transformation der Bakterien erfolgreich war, konnte erst am nächsten Tag ausgewertet werden. Alle Beteiligten waren am Projekttag daher sehr gespannt, ob blaue Bakteriekolonien zu sehen sein würden.

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