Bezirksbeamte zeigen mehr Präsenz in der Innenstadt

Haben ein offenes Ohr für die Sorgen der Bürger: Die beiden Bezirksbeamten Andreas Weitz und Norbert Passenheim.

WERDOHL ▪ Die beiden Bezirksbeamten Andreas Weitz und Norbert Passenheim haben alles im Blick, wenn sie in der Innenstadt Streife gehen und beispielsweise ihre Runden über den Markt drehen.

Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit würden die Straßenkriminalität und damit auch die Handtaschendiebstähle wieder zunehmen, so die Beamten. Seit Anfang Oktober wurden die Fußstreifen in der Innenstadt deshalb wieder verstärkt. Krankheitsbedingt hatten sie bisweilen ausfallen müssen.

Auch im Versetal und in Kleinhammer sowie in Ütterlingsen und am Kettling sind die Beamten regelmäßig unterwegs, um Präsenz zu zeigen. „Prävention ist das Stichwort“, so Polizeihauptkommissar Weitz. „Bei Problemen haben wir immer ein offenes Ohr für die Bürger, mit denen wir auch oft ins Gespräch kommen. Und wenn wir eine geöffnete Damenhandtasche sehen, dann weisen wir die Besitzerin darauf hin und klären sie über die Gefahren auf“, fügt sein Kollege Oberkommissar Norbert Passenheim hinzu.

In den vergangenen Wochen verzeichneten die beiden Beamten etwa zwei bis drei Handtaschendiebstähle pro Woche. „Mit dem Streifendienst versuchen wir, die Diebe aus der Innenstadt und den Einkaufspassagen zu vertreiben.“

Durch ihren verstärkten Einsatz in der Innenstadt sei es nunmehr gelungen, die zum Teil illegalen Rosenverkäufer, die oftmals mit den Handtaschendieben zusammenarbeiten, aus der Innenstadt fernzuhalten, erklären die Bezirksbeamten. „Diese haben meistens keinen Gewerbeschein und nötigen die Passanten zum Teil mit unlauteren Verkaufstaktiken, ihnen möglichst viele Blumen abzunehmen“, weiß der 60-jährige Weitz. Dabei würden einige dann auch schon Mal einen Blick in das Portemonnaie ihrer arglosen Kundschaft werfen.

Nicht nur tagsüber sind die beiden Bezirksbeamten in der Stadt präsent. An zwei Tagen in der Woche sind sie bis 22 Uhr für die Bürger zu erreichen. Idealerweise sind die Beiden zu 80 Prozent im Außendienst unterwegs. Neben ihren regelmäßigen Rundgängen durch die einzelnen Wachbezirke führen sie auch die Verkehrserziehung im Kindergarten und in der Grundschule sowie die Radfahrausbildung in den vierten Klasse durch.

Auch auf

Spielplätzen präsent

Auch auf den Spielplätzen seien sie oft präsent, um dort nach dem Rechten zu schauen. „Vielen Kindern und Jugendlichen sind wir mittlerweile bekannt. Da werden wir auf unseren Touren durch die Stadt schon mal namentlich begrüßt“, sagt Passenheim, der die Werdohler Wache seit Mai dieses Jahres verstärkt.

Und nicht nur viele jüngere Werdohler kennen die Beamten persönlich. Denn in ihren jeweiligen Bezirken führen sie auch Sicherheitsvorträge vor Senioren durch und schauen auf den öffentlichen Plätzen nach dem Rechten. „Ich engagiere mich zudem in der Pungelscheider Stadtteilrunde“, verrät Weitz. Und auch bei vielen Großveranstaltungen – wie Schützen- und Martinszügen – kümmern er und sein Kollege sich um die Sicherheit der Bürger.

Meistens reiche es einfach aus, Präsenz zu zeigen, weiß Weitz aus eigener Erfahrung. Wenn es beispielsweise in einem der Werdohler Stadtbezirke vermehrt zu Sachbeschädigungen komme, reiche es oftmals schon aus, dort vermehrt mit dem Streifenwagen durch die Straßen zu fahren.

Passenheim und Weitz sind allerdings nicht nur in der Prävention aktiv. „Wir vollstrecken Haftbefehle, ermitteln Verkehrssünder für die Bußgeldstellen und beteiligen uns an Personenfahndungen,“ berichtet Andreas Weitz, der in Balve wohnt und seit dem Jahre 1999 regelmäßig in Werdohl seine Runden geht, aus der alltäglichen Arbeit. - Ute Wesselmann

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