Betrieb an und auf dem Schwimmhallendach

Joseph Beier zeigt den Plan, auf dem der neue Eingangsbereich dargestellt ist.

WERDOHL ▪ Joseph Beier blickt auf den Vorbau des Hallenbades. Hier hat der sprichwörtliche Zahn der Zeit kräftig an der Substanz genagt. „Marode“, so lautet die vom Geschäftsführer des Werdohler Bäderbetriebs gelieferte Kurzbeschreibung des Zustandes. Auch alte Einbruchsspuren sind an der Tür noch deutlich erkennbar. Alles in allem Grund genug, hier Abhilfe zu schaffen. Mit Beginn dieser Woche haben die Sanierungsarbeiten am Riesei begonnen. Die Kosten belaufen sich inklusive der ebenfalls anstehenden Dacharbeiten auf insgesamt 321 300 Euro.

Allein 142 800 Euro entfallen auf den neuen gläsernen Windfang, der als Eingangsbereich die teils großen Temperaturunterschiede zwischen Schwimmbadhalle und Außentemperatur abfangen soll. Auf dem Plan des Architekten wird der Vorbau schon erkennbar. Das Vordach ragt knapp sechs Meter in die Höhe und soll sich künftig bis zur Außenmauer in einem 30-Grad-Winkel zum Hauptgebäude neigen. Beyer: „Es wird offener.“ Außer einer Menge Glas, also wärmeisolierender Scheiben, wird es zudem eine bessere Wärmedämmung geben.

Der Punkt energetische Maßnahme spielt ebenso bei der Dachsanierung eine Rolle. Sowohl über den so genannten Wärmehallen und dem Umkleidetrakt wird es eine komplett neue Dämmung geben. Vor 15 Jahren sei letztmals dieses Flachdach erneuert worden, erklärt der Bäderchef. „Das ist eine übliche Zeit für ein Flachdach.“

Oberhalb des Schwimmbeckens befindet sich das Spitzdach. Unter diesem wurde bereits vor einiger Zeit eine Isolierung angebracht. Nach rund vier Jahrzehnten steht nun zum ersten Mal auch eine Erneuerung des Dachs an. Optisch bleibt alles beim alten, da wiederum Faserzementplatten verwendet werden. Diese seien im Gegensatz zu den bisherigen nicht mit Asbest verseucht. „Den Leuten konnte bislang aber nichts passieren“, versichert Beier.

Die Sanierungskosten in Höhe von rund 320 000 Euro seien zwar ein „Batzen“, doch in den Sanitärräumen erhofft sich der Geschäftsführer eine Ersparnis bei den Energikosten. Finanziert wird der Betrag aus Gewinnen der Stadtwerke, die an die Muttergesellschaft Bäder überwiesen werden. Eintrittsgelder sollen Anfang September wieder in der Kasse klingeln. Dann steht die Wiedereröffnung an.

Marco Fraune

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