Kaum mehr Andrang in den Schulen

Betreutes Lernen auf Distanz in Werdohl und Neuenrade

In Werdohl und Neuenrade lernen die meisten Schüler weiterhin daheim.
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In Werdohl und Neuenrade lernen die meisten Schüler weiterhin daheim.

Die weiterführenden Schulen in Werdohl und Neuenrade spüren bisher noch wenig davon, dass nun auch ältere Schüler zum Distanzunterricht in die Schulen zurückkehren.

Bisher standen im Corona-Lockdown die Schulen nur für die Notbetreuung von Schülern der Klasse 1 bis 6 offen. In der vergangenen Woche hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Schulen die Möglichkeit eröffnet, die Betreuung auch ab Klasse 7 anbieten.

Eltern selbst können eine Betreuung ihrer älteren Kinder in der Schule nicht initiieren. Sowohl an der Albert-Einstein-Gesamtschule als auch in der Realschule Werdohl haben deshalb die Lehrer überlegt, für welche Schüler eine Betreuung beim Distanzlernen in der Schüler sinnvoll wäre und sind auf die Eltern zugegangen. Wieviele Schüler nun tatsächlich in die Schule zurückkommen, sei schwer abzuschützen, sagte AEG-Schulleiter Sven Stocks. Die Teilnahme sei ja freiwillig. Platz sei wohl ausreichend vorhanden, beispielsweise für 30 Schüler im Festsaal. Beim Betreuungspersonal stoße die Schule aber irgendwann an Grenzen. „Wir können ja nicht 100 Schüler betreuen und dann auch noch den Distanzunterricht organisieren“, sagte Stocks.

Gefahr eines Personalengpasses

Die Gefahr eines Personalengpasses sieht auch Oliver Held, Leiter der Realschule, sollten mehr Schüler zum betreuten Distanzlernen zum Köstersberg zurückkehren. „Dann würden wir sicherlich mehr Betreuungskräfte benötigen“, sagte er. Bisher könne die Realschule mit einer oder zwei Aufsichtspersonen neben der Betreuung der etwa zehn Sechstklässler auch noch etwa drei bis vier ältere Schüler beim Lernen beaufsichtigen. Welche Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10 das sein sollen, klärten die Lehrer im Gespräch mit den Eltern.

Die weiterführenden Schulen in Neuenrade verzeichnen bisher keine vermehrten Betreuungsanfragen für Schüler ab der siebten Klasse. „Wir haben noch keine Anfragen“, sagte Anna Ellenbeck, Abteilungsleiterin der Jahrgangsstufen acht bis zehn an der Hönnequellschule. Wie bisher kämen jeweils vier bis acht Schüler der Klassen fünf und sechs ins Schulgebäude, um dort am Distanzunterricht teilzunehmen.

Waldorfschule: Bislang keine Anfragen

Auch Klaus Giljohann, dem kaufmännischen Geschäftsführer der Waldorfschule, lagen am Montag noch keine Anfragen vor. Insgesamt würden 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sechs am Remmelshagen betreut und würden dort am digitalen Unterricht teilnehmen. „Es kommen aber nie alle Kinder gleichzeitig in die Betreuung. Maximal sind es 30“, erklärte Giljohann, dass viele Schüler nur jeweils an einzelnen Tagen betreut würden.

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