Bestnoten für Werdohler Grundschule

+
Auch das gehört zur Schulkultur: Karneval. Gestern feierten Schüler und Lehrer in St. Michael. ▪

WERDOHL ▪ Dass Schule weit mehr ist, als Mathe und Deutsch pauken, ist nicht neu. In den Schulen geht es heute vermehrt um Lernkonzepte und Angebote zur individuellen Förderung. Und es geht um Qualität. Die katholische Grundschule St. Michael wurde im Oktober vergangenen Jahres als erste Grundschule in Werdohl anhand einer Qualitätsanalyse des Landes NRW unter die Lupe genommen.

Ein Blick von außen, der sehr effizient war, wie Schulleiterin Christel Kringe resümiert. Und der in vielen Kategorien Bestnoten für die Schule brachte.

Ob Gymnasium oder Grundschule – die Qualitätsprüfung wird an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. In Werdohl kündigten die Prüfer der Bezirksregierung Arnsberg, darunter eine Grundschullehrerin und quasi „schulformfremd“ ein Lehrer eines Berufskollegs, ihren Besuch drei Monate vorher an. Für die Schule blieb etwas Zeit, um sich auf die dreitägige Prüfung vorzubereiten und die Arbeit vorstellen zu können. „Ein Schulprogramm sollte jede Schule ohnehin haben“, so Christel Kringe. Für die katholische Grundschule umfasst dieses Programm einen dicken Ordner und enthält beispielsweise Punkte wie das Leitbild der Schule oder Methoden zur individuellen Förderung.

Schulmanagement, Unterricht und Schulkultur wurden dann während des dreitägigen Besuchs der Prüfer unter die Lupe genommen. Dabei ging es beispielsweise um die kindgerechte und ansprechende Gestaltung der Klassenräume oder die Lernatmosphäre. „Im Unterricht versuchen wir beispielsweise durch Symbole an der Tafel eine Transparenz zum Tagesablauf zu vermitteln. Die Schüler sollen stets wissen, was am Unterrichtstag geschieht“, nennt Christel Kringe ein Beispiel.

Die Prüfer hospitierten im Unterricht und führten Interviews mit Lehrern, Schülern und Eltern durch, sie befragten den Hausmeister ebenso wie die Schulsekretärin und das Ganztagspersonal. „Bei den Fragen an die Schüler ging es beispielsweise darum, wie wohl sie sich an der Schule fühlen“, berichtet Christel Kringe.

Das Ergebnis der Prüfung ist für die Schule mit ihren elf Lehrerinnen und 208 Schülern sehr erfreulich. Von insgesamt 25 zu bewertenden Kategorien schnitten 15 mit der Bestnote vorbildlich ab, neun erhielten die zweitbeste Bewertung.

Die Stärken der Schule zeigen sich in den Kategorien Schülerberatung und Schülerbetreuung, Lebensraum Schule und soziales Miteinander, Engagement der Lehrkräfte sowie in der Führungsverantwortung der Schulleitung. Im Bereich Unterricht zeigte die Schule eine überwiegend positive Bilanz. Aufgaben für die Entwicklung sahen die Prüfer vor allem bei einer noch gezielteren Unterstützung des aktiven Lernprozesses der Schüler. Dabei geht es beispielsweise darum, jedes Kind individuell zu beobachten und zu fördern, damit es entsprechend seinen Lernvoraussetzungen arbeiten kann. ▪ Simone Benninghaus

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare