Rat entscheidet

Bessere Luft in Schulen und Kitas: SPD hat mit Antrag Erfolg

Luftfilter sollen bald auch in Werdohl in den Klassenräumen stehen.
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Luftfilter sollen bald auch in Werdohl in den Klassenräumen stehen.

Der Rat ist in seiner Sitzung am Montag dem Antrag der SPD-Fraktion, den Einsatz von Lüftungsanlagen und Luftfiltern in Werdohler Schulen und Kindertagesstätten zu prüfen, einstimmig gefolgt.

Ganz ohne Kritik blieb der Vorstoß der Sozialdemokraten aber nicht.

SPD-Ratsherr Wilhelm Jansen erläuterte den Antrag, in dem seine Fraktion anregt, zu prüfen, ob Klassenzimmer in Schulen und Gruppenräume in Kitas mit Hochleistungs-Luftfiltern, UV-C-Luftentkeimungsgeräten oder Frischluft-Klimaanlagen ausgestattet werden können. Damit solle verhindert werden, dass bei einer weiteren Corona- oder anderen Infektionswelle Kinder wiederum trotz Kälte nur bei geöffneten Fenstern unterrichtet oder betreut werden könnten.

„Überall wird davon gesprochen, dass die Gefahr für eine Ansteckung drinnen lauert und damit ist die Situation in den Räumlichkeiten der Schulen und Kindergärten sehr kritisch zu sehen“, hieß es in dem SPD-Antrag. Deshalb sei es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, um für den nächsten Winter gewappnet zu sein. „Langfristig sind solche Lüftungssysteme genauso wichtig für unsere Schulen und Kitas wie die Digitalisierung“, sagte Jansen. Die Verwaltung solle deshalb prüfen, ob es für solche Investitionen in Lüftungstechnik Fördermittel gebe.

CDU tritt verbal auf die Bremse

CDU-Fraktionsvize Michael Schürmann trat verbal ein wenig auf die Bremse, als er sagte, es gelte „zu schauen, was sinnvoll und machbar ist“. Auch erinnerte er daran, dass Klimaanlagen nicht selten eine schlechte Ökobilanz hätten. Grundsätzlich könne seine Fraktion dem Anliegen der SPD aber zustimmen.

Zustimmung, den Einsatz von Lüftungsanlagen und Luftfiltern und deren Finanzierung zumindest einmal zu prüfen, gab es auch von WBG-Fraktionschef Thorsten Hänel.

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