Besser Parken am Köstersberg: So möchte die SPD die Situation verändern

+
Andreas Späinghaus und Wilhelm Jansen von der SPD neben der Jahnturnhalle, an deren Stelle die Frauenhilfe das Haus Wegwende errichten wird. Die SPD-Fraktion möchte, dass die Stadtverwaltung die gesamte Parkplatzsituation am Köstersberg prüft und verbessert.

Werdohl - Vermutlich noch in diesem Jahr will die Frauenhilfe Westfalen einen Bauantrag einreichen, um im Bereich der Jahnturnhalle das Haus Wegwende neu zu errichten.

Schon jetzt ist die Parksituation am Köstersberg nicht überall ordentlich geregelt, die Anwohner haben Sorgen, dass mit dem Neubau die Parkplatzsorgen schlimmer werden. Die SPD-Fraktion im Rat hat deshalb den Stadtteil begangen und Verbesserungsvorschläge gemacht. Nach der Sommerpause soll der Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt besprochen werden. Im Kern ist es ein Prüfauftrag an die Verwaltung, den jetzt Fraktionsvorsitzender Wilhelm Jansen und Ratsmitglied Andreas Späinghaus gegenüber der Redaktion vorstellten. 

SPD-Politiker waren auch zur Vorstellung des Neubauprojektes Anfang Juli eingeladen. Dort hatten Jansen und Späinghaus wahrgenommen, dass vor allem die Parkplätze die größte Sorge der Anlieger und Besucher des Stadtteils seien. Zwanzig Parkplätze fielen durch den Neubau weg, so die Information aus erster Hand. Die Bürgermeisterin habe dies als „große Herausforderung“ bezeichnet, hörten die beiden SPD-Politiker. Da die Verwaltung von sich aus vermutlich nicht auf die Idee komme, die Parksituation am Köstersberg zu verbessern, habe die SPD das Thema aufgenommen. 

Straßen, Wege und Plätze angeschaut

Am 10. Juli waren einige SPD-Ratsleute im Viertel unterwegs und schauten sich die Straßen, Wege und Plätze rund um Brüderstraße, Mittelstraße und Schulstraße an. Späinghaus: „Es ist unserer Meinung nach an vielen Stellen mit einfachen Mitteln getan, die Parksituation am Köstersberg zu verbessern.“ Jansen betonte, dass die Ideen nur als Vorschläge verstanden werden sollten: „Das müssen sich Fachleute ansehen.“ 

Natürlich sei die Kostenfrage im Auge zu behalten, so Jansen, nach wie vor habe Werdohl kein Geld für freiwillige Ausgaben. Die Verwaltung solle deshalb prüfen, ob manche Verbesserungen kostengünstig durch den Baubetriebshof umgesetzt werden könnten. 

Bewirtschaftung seit Ende 2013

Der gesamte Köstersberg habe ein hohes Pensum von Fahrzeugen und Parksuchverkehr zu verkraften. Neben der Grundschule, der Realschule, der Kirche St. Michael, der Volkshochschule und der Musikschule sowie dem Krankenhaus gibt es zahlreiche Anlieger. Das war schon bei der Einführung der Parkraumbewirtschaftung Ende des Jahres 2013 erkannt worden. Rolf Prange hatte damals für die Stadt ein Konzept entwickelt, das mit einigen Anpassungen bis heute in Kraft ist. 

Unabhängig vom geplanten Neubau könne die Verwaltung aber schon im Herbst über die Regulierung der Parksituation nachdenken. Schon allein die genaue Kennzeichnung einzelner Parkboxen auf dem Asphalt könne die Situation verbessern und durch Ordnung mehr Stellplätze bringen. 

Einbahnstraße als Option?

Nach dem Neubau könnte die Jahnstraße bergab zur Einbahnstraße erklärt werden, der sehr breite Gehweg könne zum Parken genutzt werden. In der Mittelstraße könnten die Parkflächen vor dem neuen Gebäude besser aufgeteilt werden. Die Verwaltung soll über eine Parkfläche oberhalb des Schulhofes der Grundschule nachdenken, der allerdings Investitionen erforderlich mache. Entweder könne dies mit hohen L-Steinen oder mit einer Gitterparkfläche erreicht werden. 

Der kleine Park gegenüber der Kirche St. Michael am Eggenpfad könnte halbiert und im unteren Bereich in Parkflächen umgewandelt werden. Das käme auch den Besuchern der Kirche zugute. Der große Baum auf der Fläche müsse natürlich erhalten bleiben, so die SPD. 

SPD möchte Flächen komplett neu ordnen

Die Parkflächen an der Brüderstraße sollten komplett neu geordnet und ausgezeichnet werden. Vor VHS und Musikschule sollen die Plätze ebenfalls aufgezeichnet werden. Anwohnern und Besuchern sollte es durch eine Beschilderung ermöglicht werden, auch außerhalb der Nutzungszeiten zu parken. 

An der Brüderstraße würde es nach Meinung der SPD auch helfen, Querungshilfen zu entfernen und dadurch Parkraum freizugeben. Der freie und ungepflegte Platz vor dem VHS-/Musikschulgebäude könnte in eine Parkfläche umgewandelt werden. 

Heruntergekommene Flächen

Hinter Volkshochschule und Musikschule haben die SPD-Ratsleute heruntergekommene Flächen gefunden: Diese Plätze seien „übelst verdreckt und ungepflegt“, so heißt es in dem Antrag der SPD. Hier könnte vielleicht ein Ersatzspielplatz entstehen für den Fall, dass die Spielfläche doch nicht auf dem Schulhof eingerichtet werden könne.

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) kommt am Dienstag, 24. September, zur ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare