Sporthalle Riesei wird langsam trocken gelegt

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Hausmeister Ralf Wiese leert jeden Morgen die Auffangbehälter der Trocknungsgeräte.

WERDOHL - Jeden Morgen leert Hausmeister Ralf Wiese die Auffangbehälter in den Trocknungsgeräten. Momentan laufen vier Stück in der Sporthalle auf dem Riesei, fördern täglich jeweils fünf bis zehn Liter Wasser ans Tageslicht.

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Wasserschaden in Sporthalle Riesei

„Wieviel Wasser unter den Hallenboden gesickert ist, weiß niemand genau“, sagt der städtische Bauleiter Peter Grau. Aufgrund des Wasserschadens kann die Sporthalle, wie berichtet, voraussichtlich für drei Wochen nicht genutzt werden.

In den darauffolgenden drei Wochen stehen den Sportler laut Planung zwei Drittel der gesamten Halle zur Verfügung. Drei Probleme hatten zu dem Wassereintritt geführt. Seit der Schaden in der vergangenen Woche entdeckt wurde, ist schon einiges unternommen worden, um die Defekte in den Griff zu bekommen.

„Die Firma Holz Hoffrecht hat an fünf Stellen Löcher für die Trocknungsgeräte in den Hallenboden gebohrt“, berichtet Grau. Diese Geräte blasen warme Luft hinein und saugen die mit Wasser gesättigte Luft an anderer Stelle wieder ab. Die defekte Wasserzuleitung für das Herren-WC ist bereits erneuert worden, ebenso eine Zuleitung für das Damen-WC.

Der Werdohler Unternehmer Aleksnadr Kroll, der sich auf die Beseitigung von Wasserschäden beseitigt hat, war gestern Vormittag vor Ort. Kroll hat an der Wand in der Sporthalle, hinter der das Herren-WC zu finden ist, Infrarot-Wärmeplatten angebracht. „Die sorgen dafür, dass die Wand richtig abtrocknet“, erklärt Grau. Die Tribüne, die momentan vor der besagten Wand steht, bleibt bis auf weiteres dort stehen, erläutert der städtische Bauleiter.

Bereits beseitigt ist die Schwachstelle, die für den Eintritt von Regenwasser unter den Hallenboden verantwortlich war: Unterhalb der Notausgangs-Tür war ein Spalt, durch den das Wasser fließen konnte. „Der Rasen hinter der Tür war ziemlich hoch und grenzt auch noch an einen Hang“, beschreibt Grau. Hinzu kommt, dass ein so genannter Not-Speier, der zur Entwässerung auf dem Flachdach montiert wurde, Regenwasser direkt vor die Tür leitet. Ein Stück des Hangs ist inzwischen weggebaggert worden, der Rasen vor der Tür ist verschwunden. Statt dessen befindet sich dort nun eine Feinkies-Drainage. „Und natürlich ist der Spalt unterhalb der Tür mit wasserdichtem Zement verschlossen worden“, berichtet der Bauleiter.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den gesamten Schaden zu beheben, kann jetzt aber noch niemand sagen. „Das Holz war lange Zeit sehr nass. Es könnte passieren, dass der Fußboden Blasen wirft oder Beulen bildet, wenn er getrocknet ist. Dann müssten eventuell noch weitere Maßnahmen folgen“, sagt Peter Grau. Diese müssten dann mit der Plettenberger Firma Thomas & Klein Fußbodentechnik abgestimmt werden. Deren Mitarbeiter seien ohnehin demnächst vor Ort, um die Löcher im Hallenboden zu verschließen. - Carla Witt

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