Austausch der Generationen

Berufswünsche im Wandel: Fünftklässler sprechen mit Senioren

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Acht Jungen und Mädchen aus den fünften Klassen der Albert-Einstein-Gesamtschule besuchten Mitte der Woche das Seniorenzentrum an der Schulstraße und sprachen mit den Bewohnern über Berufe und Schule früher und heute.

Werdohl – Wenig Berührungsängste zeigten die Jungen und Mädchen der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) auf dem Riesei, die jetzt das Seniorenzentrum Werdohl besuchten.

Alle fünften Klassen der Gesamtschule hatten sich im Unterricht während der Projekttage mit „Schule früher und heute“ auseinandergesetzt und dazu Briefe an die alten Männer und Frauen geschrieben. Weil nicht die ganze Jahrgangsstufe kommen sollte, waren acht Schüler für eine Gesprächsrunde in der Senioreneinrichtung der Märkischen Kliniken an der Schulstraße ausgewählt worden. Die Kinder wurden von ihren Lehrerinnen Saska Dzemaili und Marie Trippe begleitet, das Gespräch moderierte Doris Krüger, Leiterin des sozialen Dienstes und stellvertretende Einrichtungsleiterin. 

Verkäuferin im WK, Architekt und Kindergärtnerin waren die Berufe, die die Alten nannten. Eine Frau berichtete, dass sie keinen Beruf gehabt habe: „Ich habe immer da gearbeitet, wo ich Arbeit kriegte.“ Nach ein paar Jahren in der Fabrik habe sie auf dem Land ihres Mannes gearbeitet, der einen Bauernhof hatte. Das sei alles sehr schwer gewesen. 

Masseur, Handwerker oder Modedesigner

Die Kinder hatten andere Berufswünsche: Einer der AEG-Schüler möchte Masseur werden, die anderen nannten Koch, Handwerker, Modedesignerin, Apothekerin, Architekt und Tierärztin. Die alten Männer und Frauen meinten, dass das sehr gute Berufe seien, die heute gebraucht würden. 

Später interessierten sich die Kinder noch für den Alltag im Seniorenzentrum, wann aufgestanden und gefrühstückt und wann zu Bett gegangen wird. Dass sich das Leben im Seniorenzentrum nicht grundsätzlich von dem in den Familien unterscheidet, war ein zusätzlicher Eindruck, den die Jungen und Mädchen mitnehmen konnten. 

Eine Stunde Austausch war schnell vorüber

Die Mitarbeiterinnen des Seniorenzentrums Werdohl brachten die größtenteils gehbehinderten Menschen der Einrichtung anschließend zurück in ihre Wohnbereiche. Eine Stunde Austausch mit der jungen Generation ging für alle Beteiligten sehr schnell vorüber.

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