Berufsorientierungsmesse in Werdohl: 50 Aussteller und mehr als 800 Jugendliche

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Schon kurz nach dem Auftakt der Messe war der Festsaal gut besucht. Circa 800 Interessenten erwarteten die Organisatoren im Laufe des Tages.

Werdohl - Den Jugendlichen aus der Region Zukunft bieten will die Berufsorientierungsmesse (BOM) im Festsaal Riesei. In diesem Sinn eröffnete Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Mittwoch die neunte Veranstaltung dieser Art.

Voßloh freute sich über das große Interesse an dieser Messe und warb für Praktika, die einen realistischen Blick in die Berufe ermöglichen würden. Dass die BOM aber nicht ausschließlich auf die Zukunft der Jugendlichen ausgerichtet sei, sondern auch die Zukunft der gesamten Region im Fokus habe, unterstrich Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Wir brauchen Nachwuchs.“ 

Zu diesem Zeitpunkt, gegen 10 Uhr, war es im Foyer der Gesamtschule und im Festsaal schon ziemlich voll. Und bis zum Mittag sollte der Andrang auch nicht abreißen. „Wir erwarten circa 800 Interessenten“, sagte der Werdohler Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs als einer der Hauptorganisatoren. 

Sandra Horny sorgt für Spannung

Seine Kollegin Sandra Horny aus Neuenrade sorgte für Spannung: Sie kündigte die Verlosung im Zusammenhang mit dem BOM-Quiz an. Wer teilnehmen wollte, musste zu jedem der 50 Aussteller eine Frage beantworten. „Das war offenbar nicht ganz leicht“, stellte Horny fest, denn es lägen lediglich 15 korrekt ausgefüllte Fragebögen vor. Bei der anschließenden Ziehung hatten Katja Cwiklinski (iPad), Alexander Wischalla (Tablet PC) und Josefine Griehl (Bluetooth-Lautsprecherbox) Glück. 

Die Jugendlichen informierten sich an den Ständen der Aussteller. Einige waren mit klaren Vorstellungen in den Festsaal gekommen, andere wollten sich erst einmal grob orientieren.

Im Mittelpunkt der Messe standen die Gespräche der Jugendlichen mit den Ausstellern. Sebastian Kober von der Provinzial-Versicherungs-Agentur Henke & Kober zeigte sich rundum optimistisch, dass ihm auch dieses Mal im Anschluss an die BOM wieder Initiativ-Bewerbungen vorgelegt würden. „Wir sind jetzt im achten Jahr dabei – es kommt immer etwas dabei herum“, so Kober. Björn Rapp nahm für das Unternehmen Werkzeugtechnik Plettenberg schon kurz nach Messebeginn eine Bewerbung entgegen. Er bedauerte, dass es für Unternehmer aus der Nachbarstadt schwierig sei, einen BOM-Platz zu ergattern. Denn bekanntlich sei es immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden: „Und natürlich stellen wir auch gerne Auszubildende aus Werdohl und Neuenrade ein.“ 

Viele Bewerbungen bei der Stadt

Über Schwierigkeiten konnte sich Reinhard Haarmann, Leiter der Service-Abteilung bei der Stadt Werdohl nicht beklagen: „Es liegen schon 42 Bewerbungen für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten vor.“ 

9. BOM im Festsaal Riesei

Auch die Auszubildenden der Firma Rötelmann, die Schülern Rede und Antwort standen, konnten bereits vormittags Erfolge vermelden: „Es waren schon ernsthafte Interessenten sowohl für den Verwaltungsbereich als auch für den Beruf des Maschinen- und Anlagenführers bei uns.“ 

Nicht alle kommen mit klaren Vorstellungen

Doch längst nicht alle BOM-Besucher kamen mit klaren Vorstellungen zum Riesei. Die 14-jährige Realschülerin Selina wollte sich erst einmal „grob orientieren, was es so gibt.“ Das hatten auch die 15-jährigen Gesamtschüler Chris und Finn vor, wobei beide erklärten: „Wir wollen in den Bereich Informatik.“ Die 21-jährige Ebru, die an einer Berufsbildungsmaßnahme teilnimmt, informierte sich über die Aufgaben einer Produktdesignerin. Sie bilanzierte: „Für meinen Geschmack ist hier die Metall-Branche zu stark vertreten.“

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