Berufsorientierungsmesse (BOM) in Werdohl

Gewann beim BOM-Quiz einen iPoud Touch, den Sandra Horny von der Stadt Werdohl überreichte: Sebastian Moczyk.

WERDOHL ▪ Etwa 800 Schüler der weiterführenden Schulen aus Werdohl und Neuenrade nutzten gestern die Berufsorientierungsmesse (BOM) im Festsaal Riesei, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten in den heimischen Betrieben und Unternehmen zu informieren.

Andreas Haubrichs von der Wirtschaftsförderung der Werdohler Marketinggesellschaft zeigte sich mit dem breit gefächerten Angebot aus den Bereichen Bildung, Dienstleistung und Handwerk, Handel, Industrie, Pflege und Gesundheit in der Halle zufrieden. Auch wenn sich in diesem Jahr weniger Betriebe präsentierten, als bei der BOM-Premiere 2010. „Mehr Handwerksunternehmen wären schön gewesen“, so Haubrichs. Vor allem kleinere Betriebe mit wenigen Mitarbeitern hätten aus Unternehmensgründen nicht kommen können, bedauerte er.

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Berufsorientierungsmesse in Werdohl

Werdohls Bürgermeister Siegfried Griebsch und sein Neuenrader Amtskollege Klaus Peter Sasse wiesen in ihren Eröffnungsansprachen auf den drohenden Fachkräftemangel hin. Beide waren sich im Bezug auf die BOM einig: „Das machen wir weiter“. Bereits im zweiten Jahr habe die Messe schon viel von einer Ausbildungsbörse, freute sich Sasse vor dem obligatorischen Rundgang.

Schon kurz nach der Eröffnung hatte Julia Buckert, Ausbilderin für kaufmännische Berufe bei der Firma Schniewindt, schon zwei Praktikumsplätze vergeben.

Dass in diesem Jahr auf die Gruppenführungen verzichtet wurde, stieß bei den anwesenden Unternehmensvertretern auf Zustimmung. „Dadurch haben die Jugendlichen die Möglichkeit, gezielter auf die Unternehmen zuzugehen“, lobte Torsten Langer von der Firma Elisental die Neuerung in diesem Jahr.

Vor allem an den Ständen, an denen die Schüler durch Ratespiele oder Mitmachaktionen selbst gefragt waren, herrschte großer Andrang. Am Stand der Wohnunggesellschaft Werdohl brüteten die Schüler, bewaffnet mit Zollstock und Notizblock, beispielsweise über einem überdimensionierten Wohnungsgrundriss. Hier galt es unter fachkundiger Anleitung von Mietbetreuer Ahmed Tasdemir die Gesamtfläche einer Wohnung zu errechnen. Auf den Gewinner wartete eine Digitalkamera. Nebenbei informierte Tasdemir auch noch über das Ausbildungsangebot der Woge, die noch einen angehenden Immobilienkaufmann sucht.

Die Präsentation der Unternehmen, die nach Ansicht von Werdohls Stadtoberhaupt Siegfried Griebsch im Vergleich zum vergangenen Jahr noch professioneller geworden sei, kam auch bei den Schülern gut an. Voll mit allerhand Informations-Material und kleinen Werbegeschenken waren die Taschen, die die Jugendlichen nach ihrem Messerundgang mit nach Hause nahmen. „Ich habe viele Informationen gesammelt und auch noch einen Gutschein gewonnen“, berichtete der 16-jährige Realschüler Dirk Stöwer.

„Wir merken, dass in den vergangenen Jahren weniger Bewerbungen eingegangen sind. Hier – auf der Berufsorientierungsmesse –  sind wir direkt an den Jugendlichen dran“, erklärte Norbert Jardzejewski, Leiter Technische Ausbildung bei Vossloh. Viele interessante Gespräche habe er mit dem Nachwuchs geführt und dabei über die diversen Berufsmöglichkeiten bei Vossloh informiert. ▪ ute

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