Berufsorientierung: So läuft die Bom 2019

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Andreas Haubrichs, Sandra Horny und Michael Tauscher (von links) gehören zum Organisationsteam der Berufsorientierungsmesse, die am 2. Oktober im Festsaal Riesei stattfinden wird. Sie werden auch für die „Elternzeit“ am Vorabend der Messe.

Werdohl/Neuenrade – „Das ist eine Entwicklung, die wir in diesem Maße nicht für möglich gehalten hätten“, sagt Andreas Haubrichs, Wirtschaftsförderer der Stadt Werdohl, über den Andrang bei der Berufsorientierungsmesse (Bom).

An der zehnten Auflage dieser gemeinsamen Veranstaltung der Städte Werdohl und Neuenrade werden 54 Aussteller teilnehmen. Weil für so viele im Festsaal Riesei und den angrenzenden Fluren kein Platz ist, müssen einige Firmen mit einem Standplatz im Außenbereich vorlieb nehmen. 

Stattfinden wird die bislang größte Berufsorientierungsmesse am Mittwoch, 2. Oktober, zwischen 9 und 15.30 Uhr. Schüler, die demnächst vor der Entscheidung über ihre berufliche oder weitere schulische Karriere stehen, können sich bei der Veranstaltung einen Überblic über ihre Möglichkeiten verschaffen. Viele Unternehmen und andere Arbeitgeber aus der Region, vor allem aber aus Werdohl und Neuenrade, werden im Festsaal Riesei (Stadionstraße 50) mit einem Stand vertreten sein und über ihre Möglichkeiten der Berufsausbildung informieren. 

Mehr als 700 Schüler erwartet

Für die vier weiterführenden Schule in Werdohl und Neuenrade, aber auch beispielsweise für die Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde ist ein Besuch der Bom obligatorisch. „Wir erwarten mehr als 700 Schüler“, sagt Haubrichs deshalb. Andere Schulen bieten zwar keine organisierten Besuche der Veranstaltung an, stellen ihre Schüler aber vom Unterricht frei, wenn sie die Bom besuchen und sich über ihre beruflichen Möglichkeiten informieren wollen. Die Gymnasien in den Werdohler Nachbarstädten gehören nicht dazu. „Wir würden uns aber freuen, wenn auch die Gymnasien die Bom mehr nutzen würden“, sagt deshalb Michael Tauscher von der Stadt Werdohl. 

Schüler der Altenaer, Lüdenscheider und Plettenberger Gymnasien, aber auch alle anderen Interessierten können in diesem Jahr aber erstmals außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Bom kommen. Am Dienstag, 1. Oktober, öffnet die Bom nämlich von 17 bis 19 Uhr im Rahmen einer sogenannten „Elternzeit“. Die Idee dazu sei im Frühjahr bei der Veranstaltung „Unternehmen trifft Schule“ geboren, erklärt Sandra Horny vom Neuenrader Stadtmarketing. Dahinter stecke die Überlegung, auch tagsüber berufstätigen Eltern die Gelegenheit zu geben, die Bom mit ihren Kindern zu besuchen und sich über Möglichkeiten der Berufsausbildung, der weiteren schulischen Ausbildung, eines (dualen) Studiums oder verschiedener Praktka zu informieren. Nicht alle, aber immerhin 30 der 54 Aussteller wollen auch an diesem Dienstagabend ihre Stände öffnen. „Das ist dann auch für Gymnasiasten, die nicht vom Unterricht freigestellt werden, eine Chance, die Bom zu besuchen“, betont Michael Tauscher. 

Das Bom-Check-up

Neben den Ständen der Ausbildungsbetriebe und Bildungseinrichtungen bietet die Bom aber noch mehr. Da gibt es zum Beispiel das Bom-Check-up, ein Treffen zwischen Auszubildenden und Berufsanfängern, die bereits die erste Hürde in ein erfüllendes Berufsleben gemeistert haben, und Schülern, die sich noch in der Orientierungsphase befinden. Schüler können also Informationen aus erster Hand bekommen. Außerdem wird es Bom-Quiz geben, in dem Fragen zu den Ausstellern zu beantworten und attraktive Preise zu gewinnen sind. 

Und nicht zuletzt wird es auch ein Schwarzes Brett geben, an dem Ausbidlungsbetriebe ihre noch unbesetzten Ausbildungsstellen bekanntgeben können. Vielleicht kommt ja der eine oder andere Schüler oder auch ein sonstiger Interessent über diesen Weg zu einem Ausbildungsplatz.

An der 10. Berufsorientierungsmesse am Mittwoch, 2. Oktober, im Festsaal Riesei nehmen insgesamt 54 Aussteller teil. Darunter sind Ausbildungsbetriebe aus Werdohl und Neuenrade (48 Prozent) und 35 Betriebe aus den Nachbarstädten (35 Prozent). Hinzukommen neun regionale Einrichtungen wie Berufskollegs (17 Prozent). 30 Teilnehmer stehen auch schon bei der Elternzeit am Vorabend, 1. Oktober, von 17 bis 19 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

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