Großer Festakt zum 25-jährigen Bestehen der AEG

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In den Redepausen spielten Schüler der AEG Musikstücke. Dabei kombinierten sie klassische Klänge mit Populärmusik. Sie hatten augenscheinlich Spaß und übertrugen dies auch auf das Publikum.

Werdohl - Zu Beginn sang der Lehrerchor auf die Melodie von Abbas „I Have a Dream“. Zum Schluss tanzte das Lehrer-Schüler-Ballet mit einer spektakulären Choreographie zu etlichen Hits der vergangenen Jahrzehnte. Dazwischen gab es beinahe zwei Stunden lang Grußworte, bei denen immer wieder eines klar wurde: Die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG), die dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, ist eine hoch anerkannte Institution in Werdohl.

Ehemalige Schüler und Lehrer waren gekommen, Vertreter anderer Werdohler Schulen, aus Rat und Verwaltung sowie des ebenfalls 25 Jahre alten Fördervereines und auch der Ex-Direkter Heinz Rohe. Besonders begrüßt wurde Matthias Wershoven. Der heutige SPD-Ratsfraktions-Sprecher war einst auch AEG-Schüler.

Auch die Kinder von Bürgermeisterin Silvia Voßloh gingen auf diese Schule. Und deshalb weiß das Stadtoberhaupt, „wie sehr hier die Lehrer auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen – und sie aber auch fordern, wenn es nötig ist“. Ebenso werde „ein offenes Miteinander mit den Eltern gepflegt“, lobte die erste Bürgerin der Stadt.

Nicht nur die AEG und ihr Förderverein feierten: Schuldezernentin Sigrid Kuck hatte eine Urkunde mitgebracht, um Schulleiter Reinhard Schulte zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum zu gratulieren. Dann lobte Kuck die Schule dafür, dass sie „in Werdohl angenommen und anerkannt“ sei. Sie mahnte aber auch: „Stillstand ist Rückschritt.“

Ein solcher scheint bei der AEG aber nicht zu befürchten zu sein. Rektor Schulte erinnerte an die Anfänge. 1990 habe die damals noch namenlose Schule angefangen „mit 113 Kindern – genau eines mehr, als erforderlich“. In seiner Festrede ging der Schulleiter ein auf den anfänglichen „ideologisch-politischen Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern“ dieser Schulform, die er selbst „stets befremdlich“ gefunden habe. Und so sei der Zuspruch in Werdohl bald deutlich stärker geworden.

Schulte – gebürtiger Gelsenkirchener – erklärte, er habe erfahren, dass die Menschen in Werdohl „eher konfliktfreudig“ seien. Aber das führe zu „positiver Weiterentwicklung“.

Die AEG fange „viele gesellschaftliche Probleme“ auf und sei so „ein starker Partner der Stadt“, sagte Schulte, sich direkt an Bürgermeisterin Voßloh wendend. So habe das Gesamtschul-Kollegium Schüler mit Migrationshintergrund immer „hartnäckigst“ gefördert. Weiter betont Schulte, dass seine Schüler „neun und nicht acht Jahre bis zum Abitur unterwegs“ sein müssten.

Der Fördervereins-Vorsitzende Thorsten Hänel erinnerte in seinem Grußwort an den Wettbewerb des Fördervereins, mit welchem 1993 der Name der Gesamtschule gefunden wurde. Christel Kringe von der katholischen Grundschule bescheinigte ihren Berufskollegen „bemerkenswerte Erfolge“. Und Thomas Lammers von der Hauptschule wünschte der AEG „ewige Jugend“.

Die sechs Mitglieder der Schülervertreter rund um Laura Pichlbauer betonten in ihrem Beitrag stolz: „Wir sind eine Schule ohne Rassismus.“

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