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Beliebtes Genießerfest ist zurück ‒ das ändert sich

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Von: Volker Griese

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Den 13. August solle man sich Termin für den „Genuss am Fluss“ ruhig schon einmal merken, meinen Markus Weißenfels (Veltins), Stefan Ohrmann und Lavinia Heße (Volksbank) sowie Ingo Wöste (Woge, von links).
Den 13. August solle man sich als Termin für den „Genuss am Fluss“ ruhig schon einmal merken, meinen Markus Weißenfels (Veltins), Stefan Ohrmann und Lavinia Heße (Volksbank) sowie Ingo Wöste (Woge, von links). © Volker Griese

Zwei Mal hintereinander ist die Veranstaltung „Genuss am Fluss“ aufgrund der Coronapandemie zuletzt ausgefallen, in diesem Jahr soll das Genießerfest der Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge) wieder stattfinden. Der Fluss-Genuss wird allerdings komprimiert, auf einige Programmpunkte wird das Publikum verzichten müssen.

Werdohl ‒ Die augenfälligste Veränderung ist die Verkürzung des Festes von zwei auf einen Tag. „Der Sonntag ist in der Vergangenheit immer hinter den Möglichkeiten zurückgeblieben“, erklärt Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste etwas verklausuliert, dass Aufwand und Besucherzuspruch in einem schlechten Verhältnis gestanden haben. Diese Komprimierung hatte Wöste schon nach dem letztem „Genuss am Fluss“ vor drei Jahren angekündigt. Und offensichtlich ist das Risiko trotz der zurückgenommenen Pandemie-Einschränkungen immer noch groß genug, um diese Entscheidung nicht zu revidieren. „Wir straffen das Ganze jetzt: Wir starten samstags um 11 anstatt um 17 Uhr, gegen Mitternacht klingt das Fest dann aus“, fasst Wöste zusammen.

Aber gerade deswegen kann die Woge mit ihren Partnern, der Veltins-Brauerei und der Volksbank in Südwestfalen, am Samstag, 13. August, im Westpark ein tagesfüllendes Programm anbieten. Los geht es mit einem Frühschoppen-Konzert des Musikszugs der Versetaler Schützen. Daran anschließend wird sich um 13 Uhr die offizielle Eröffnung mit Fassanstich. Die Bigband Swingsound der Musikgemeinschaft Kierspe wird danach für zwei Stunden die Unterhaltung der Besucher übernehmen. Die Werdohler Straßenmusikerin Siiri Schlichting wird mit einem Duo ab 17 Uhr auf der großen Bühne stehen, ehe dann ab 20 Uhr die abendliche Party mit der Coverband Nico and the Heartbreakers startet. Die Musiker aus Lüdenscheid und Umgebung werden hauptsächlich Musik aus den 80er- und 90er-Jahren spielen.

Genuss für Ohren, Augen und den Gaumen

Das musikalische Unterhaltungsprogramm deckt aber nur die akustischen Genüsse ab. Daneben gibt es nämlich auch und vor allem Gaumenfreuden: Entlang der Dammstraße werden mehrere Foodtrucks aneinandergereiht, zudem werden heimische Gastronomen Kostproben ihrer Kochkunst geben. Der Rotary-Club Altena-Werdohl-Plettenberg wird an einer Kuchenbar süße Verlockungen anbieten; zudem wird es – nicht nur für Kinder – einen Eisstand geben.

Apropos Kinder: Auf dem Festgelände wird die Woge auch wieder eine kleine Spiellinie einrichten. „Wir wollen damit noch mehr ein Familienfest sein“, erklärt Wöste. Zwischen 13 und 18 Uhr werden auf 150 Quadratmetern ein Bungee-Run und eine Hindernisbahn geöffnet sein.

Fotostrecke: Rückblick auf 2019

Die Spiellinie ist gleichzeitig einer der verschiedenen Themenbereiche, in die „Genuss am Fluss“ unterteilt wird, um möglichst allen Interessen gerecht zu werden. So wird es zum Beispiel ein Weindorf geben, an dessen Ständen nicht nur verschiedene Rebensäfte verkauft, sondern mit technischen Hilfsmitteln auch eine Weinkelleratmosphäre geschaffen werden soll. Biertrinker können dagegen an zwei großen Getränkeständen auf ihre Kosten kommen. Eine Palmenlandschaft, wie sie in ählicher Form vor fünf Jahren schon einmal auf dem Parkplatz an der Goethestraße geschaffen worden ist, soll Karibikfeeling an den Lennestrand zaubern. „So schaffen wir kleine Wohlfühloasen. Jeder kann sich seinen Lieblingsbereich aussuchen“, verspricht Ingo Wöste.

Erneut kein Feuerwerk

Ein Großteil des Festkonzeptes steht also schon. Erarbeitet und umgesetzt werden soll in den verbleibenden fünf Wochen noch ein Beleuchtungskonzept. Denn auch bei der elften Auflage des beliebten Festes soll wieder ein Genuss für das Auge geboten werden. Verzichten müssen werden die Besucher allerdings auf einen Programmpunkt, der über viele Jahre fester Bestandteil war: das Feuerwerk. 2018 hatte die Woge es wegen der anhaltenden Trockheit aus Sicherheitsgründen abgesagt. Im Jahr darauf hatte es wieder ein Höhenfeuerwerk gegeben. Jetzt und für die nahe Zukunft hat Ingo Wöste erneut Sicherheitsbedenken: „Das ist in diesem engen Tal einfach nicht mehr machbar. Durch die Borkenkäferplage sind die umliegenden Wälder so trocken, dass wir das nicht verantworten können.“

Bislang keine Corona-Auflagen

Der Woge-Geschäftsführer ist dennoch zuversichtlich, dass der „Genuss am Fluss“ nach nunmehr dreijähriger Wartezeit „wieder „eine runde Sache wird, wenn das Wetter mitspielt.“ Denn die Tatsache, dass sich alles unter freiem Himmel abspielt und der Erfolg damit stark vom Wetter abhängt, ist immer die große Unbekannte in der Rechnung. Andererseits spielt genau das den Organisatoren in diesem Jahr ein wenig in die Karten, senkt der Open-Air-Charakter doch das Risiko einer Ansteckung mit dem Covid-19-Virus. Besondere Schutzmaßnahmen will die Woge nach Wöstes Worten übrigens nicht ergreifen: „Wenn es keine Auflagen gibt, werden wir auch keine einhalten“, setzt er auf die Eigenverantwortung der Besucher.

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