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Weihnachts-Flair in der Stadt retten

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Von: Carla Witt

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Bauhof-Mitarbeiter Luciano Amico hat eine Spezialhalterung mit Stern an einer Laterne am Colsman-Platz befestigt.
Bauhof-Mitarbeiter Luciano Amico hat eine Spezialhalterung mit Stern an einer Laterne am Colsman-Platz befestigt. © Witt

„Wir setzen angesichts der Energiekrise ein Zeichen, aber wir wollen nicht, dass die vorweihnachtliche Atmosphäre in der Stadt völlig verloren geht“, unterstreicht Martin Hempel, Leiter der Abteilung Tiefbau und Bauhof bei der Stadt Werdohl.

Werdohl – Nachdem die Kommunalpolitiker Ende Oktober während in der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses beschlossen hatten, die Weihnachtsbeleuchtung komplett zu installieren, aber die Beleuchtungsdauer zu reduzieren, berichtet Hempel nun, was genau geplant ist.

Nach dem Drei-Königstag wird es dunkel

„Einerseits werden wir die Beleuchtung im Januar schon früher demontieren als üblich“, erklärt Hempel. So solle die Stadt am Wochenende nach dem Drei-Königs-Tag – dem 6. Januar, der in diesem Jahr auf einen Freitag fällt – zum letzten Mal in dieser Saison in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Zudem werde die tägliche Beleuchtungsdauer verkürzt. „Anstatt wie üblich bis 22 Uhr wird die Beleuchtung nur von etwa 17 bis 20 Uhr eingeschaltet“, erklärt der Bauhofleiter. Da sich die LED-Leuchtmittel durch einen sehr geringen Stromverbrauch auszeichnen würden, gehe es in Werdohl ohnehin weniger um das Einsparen von Energie, sondern eher um ein Zeichen von Solidarität und Zusammenhalt, sagt Hempel.

Weihnachtsmarkt im Lichterglanz

Eine Ausnahme soll es am Samstag, 10. Dezember, geben: Dann soll in der Innenstadt nach langer Coronapause wieder der Weihnachtsmarkt stattfinden. An diesem Tag soll die Beleuchtung früher eingeschaltet werden. „Und sie bleibt natürlich länger eingeschaltet“, unterstreicht Hempel. Wie lange sich die Werdohler an diesem Abend über den Lichterglanz freuen können, werde man kurzfristig entscheiden. Hempel verspricht aber: „Die Weihnachtsmarktbesucher sollen natürlich nicht im Dunkeln stehen.“

Viel Arbeit für das Bauhof-Team

In dieser Woche hat das Bauhof-Team damit begonnen, die Stadt für die Adventszeit vorzubereiten. „Eigentlich brauchen wir drei Wochen, bis alles fertig ist. Aber fünf Leute sind im Einsatz, wir geben Gas und sind pünktlich zum ersten Adventswochenende fertig“, verspricht Elektrotechniker Pantelis Haritidis. Für die Truppe gibt es eine Menge Arbeit: zwei große Torbögen – in Höhe der Sparkasse und an der Bahnhofstraße – sowie zwei große Weihnachtsbäume – auf dem Brüninghaus-Platz und am Bahnhof – müssen aufgestellt und geschmückt werden. Die Vordächer der Geschäfte in der Fußgängerzone werden mit etwa zehn Lichterketten geschmückt, acht Baumnetze werden in den Kronen der Eichen auf dem Brüninghaus-Platz befestigt, und der Metall-Baum auf dem Remmelshagen soll ebenfalls in festlichem Glanz erstrahlen. „Und nicht zu vergessen die 30 Sterne“, erinnert Haritidis. Diese werden mit speziellen Halterungen an den Laternen in der Stadt befestigt. „Allerdings nicht mehr an jeder Laterne. Wir verteilen die Sterne, damit es noch gut aussieht.“

Beleuchtung schon deutlich reduziert

Bevor die Stadt Werdohl 2012 dem Stärkungspakt Stadtfinanzen beitrat, und in der Folge in vielen Bereichen gespart werden musste, seien die Bauhofmitarbeiter noch etwa sechs Wochen mit dem Anbringen der Beleuchtung beschäftigt gewesen. „Daran merkt man, dass es deutlich weniger geworden ist“, blickt der Elektrotechniker zurück. Er ist inzwischen seit 35 Jahren in der Vorweihnachtszeit im Beleuchtungs-Einsatz – und erinnert sich noch an die Anfänge seiner Laufbahn bei der Stadt Werdohl: „Damals haben wir Stahlseile zwischen Gebäuden in der Stadt gespannt, um daran Girlanden und Lichterketten zu befestigen. Es hat fast zwei Monate gedauert, bis alles für die Adventszeit vorbereitet war.“ An diese Zeiten erinnern heute nur noch Stahlhaken, die aus den Wänden einiger Gebäude in der Innenstadt ragen.

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