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Belebung der Innenstadt: Interesse bislang ausgesprochen mau

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Von: Volker Griese

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Viel Leerstand gibt es in der Werdohler Innenstadt. Auch das ehemalige Modegeschäft Wortmann gehört dazu.
Viel Leerstand gibt es in der Werdohler Innenstadt. Auch das ehemalige Modegeschäft Wortmann gehört dazu. © Griese, Volker

Mit dem bisher Erreichten in Sachen Neuvermietung leerstehender Ladenlokale ist Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs zufrieden. Weniger zufrieden sei er mit der Entwicklung einer anderen Maßnahme.

Werdohl – Mit dem bisher Erreichten in Sachen Neuvermietung leerstehender Ladenlokale ist Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs zufrieden. So äußerte er sich jedenfalls am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung. Weniger zufrieden sei er mit der Entwicklung einer anderen Maßnahme zur Revitalisierung der Innenstadt, sagte er.

Mit Hilfe des Sofortprogramms zur Stärkung der Innenstädte und Zentren, das das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 aufgelegt hat, versucht die Stadt Werdohl seit einigen Monaten, wieder mehr Leben in die Innenstadt zu bringen. Dafür stehen ihr Fördermittel in Höhe von 570 000 Euro zur Verfügung.

Daraus kann die Stadt unter anderem einen Vermietungsfonds speisen, mit dem dann leerstehende Geschäftsräume für einen begrenzten Zeitraum zu vergünstigten Konditionen angeboten werden können.

Das funktionere mittlerweile in Werdohl ganz gut, signalisierte Andreas Haubrichs den Ausschussmitgliedern am Montag. Sechs Ladenlokale hätten mit Hilfe des Förderprogramms neu vermietet werden können. Drei Mieter seien sogar Existenzgründer, hätten also erstmals überhaupt Geschäftsräume bezogen.

Weniger zufriedenstellend sei dagegen die Mitarbeit in den sechs Themengruppen, die nach einer Auftaktveranstaltung im März gebildet worden waren. Sie sollen sich mit Möglichkeiten befassen, Kunst und Kultur in leer stehenden Immobilien zu präsentieren oder Leerstände als multifunktionale Räume durch Vereine, Gruppen oder die VHS zu nutzen.

Die Wiederbelebung des Ludwig-Grimm-Parks hat sich eine andere Gruppe auf die Fahnen geschrieben, während eine vierte Arbeitsgruppe in der Verschönerung und Aufwertung der Innenstadt ein umfangreiches Betätigungsfeld sieht. Um die Etablierung zeitlich begrenzter Veranstaltungen in der Innenstadt möchte sich die fünfte Gruppe kümmern, während Gruppe sechs Möglichkeiten finden möchte, die heimische Gastronomie zu stärken.

„Bisher haben sich leider nur 13 Personen gemeldet, die in einer der Gruppen mitarbeiten möchten“, bedauerte Wirtschaftsförderer Haubrichs in der Ausschussitzung und bekannte: „Ich hatte auf mehr Resonanz gehofft.“ Interesse gebe es vor allem an der Verschönerung und Aufwertung der Innenstadt sowie an der Durchführung von Veranstaltungen, das Interesse an den anderen vier Themengruppen sei ausgesprochen mau.

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder hob hervor, wie wichtig die Mitarbeit der Bevölkerung im Bemühen um eine Revitalisierung der Innenstadt sei. „Wir brauchen Ideen, die wir dann mit Fördermitteln umzusetzen versuchen“, sagte er. Dabei müsse allen bewusst sein, dass nicht jede Idee die Chance haben könne, realisiert zu werdemn. Dennoch gehe es zunächst einmal darum, überhaupt Anregungen zu sammeln, wie die Innenstadt wieder mit Leben gefüllt werden könne.

Interessierte, die sich eine Mitarbeit in einer der sechs Themengruppen vorstellen können, können sich unter der E-Mailadresse innenstadt@werdohl.de oder unter Tel. 0 23 92/91 73 90 (Andreas Haubrichs) an die Stadt wenden.

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