Die AEG bekommt einen neuen Chef

Seit dem Sommer leitet Konrektorin Brigitte Assor die Schule kommissarisch. Sie wird bald selbst in Pension gehen.

WERDOHL - Die Albert-Einstein-Gesamtschule soll nach den Vorstellungen der Bezirksregierung schon bald eine neue Schulleitung bekommen. Es gibt einen qualifizierten Bewerber, jetzt muss die Schulkonferenz entscheiden.

Für die Schule kommen zum Jahresbeginn rundum gute Nachrichten aus Arnsberg. „Es war nicht ganz einfach mit der Stellenbesetzung“, sagte gestern Christian Chmel-Menges, Sprecher der Bezirksregierung, nachdem er sich mit der Schuldezernentin ausgetauscht hatte. Nachdem Heinz Rohe als Gründungsschulleiter im Sommer in den Ruhestand gegangen war, wurde sofort die Stelle ausgeschrieben. Wie berichtet, gab es zunächst mehrere erfolglose Bewerbungsrunden. Seit dem Sommer leitet Konrektorin Brigitte Assor kommissarisch die Schule.

Das jüngste Bewerbungsverfahren Ende vergangenen Jahres war hingegen erfolgreich, wie Chmel-Menges berichtete. „Wir sind froh, dass wir jetzt einen qualifizierten Bewerber haben.“ Es ist ein Mann – weitere Hinweise auf die Person gebe die Bezirksregierung grundsätzlich nicht. Bei solchen Stellenbesetzungen könnten sich trotz aller Vorbereitungen immer noch Unwägbarkeiten ergeben, so dass das verfrühte Nennen eines Namens zu Unannehmlichkeiten bei der Person führen könne.

„Es gibt aber keine negativen Signale, dass die Schulkonferenz unserem Personalvorschlag nicht zustimmen wird“, sagte der Sprecher der Bezirksregierung: „Wir sind zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass die Schulkonferenz positiv entscheiden wird.“ Zwar ist die vermutlich noch im Januar tagende Schulkonferenz theoretisch entscheidend, dennoch müssen diesem Vorschlag später noch der Schulträger – in diesem Fall der Rat der Stadt Werdohl – sowie der Personalrat der Bezirksregierung zustimmen.

Die Schuldezernentin bei der Bezirksregierung hoffe, dass der Bewerber noch in diesem laufenden Schuljahr in seine neue Aufgabe einsteigen könne. Er werde sicher einige Zeit brauchen, seinen eigenen Leitungsstil zu finden. Heinz Rohe sei ein langjähriger, profilierter Schulleiter gewesen, sagte Chmel-Menges.

Wenn der neue Mann an der Schule ist, müsse auch der Stellvertreter-Posten neu besetzt werden. Brigitte Assor werde solange noch Konrektorin bleiben, danach aber auch in den Ruhestand wechseln. Chmel-Menges sagte, dass unmittelbar danach das Bewerbungsverfahren der Konrektor-Stelle ausgeschrieben werde.

Landesweit ist die Suche nach Schulleitungen schwierig. Vor allem im Bereich der Grundschule sind hunderte von Stellen nicht besetzt. Auch die überall auslaufenden Hauptschulen sind oftmals ohne Leitung. Nicht so dramatisch ist die Lage bei Gesamtschulen und Gymnasien.

Von Volker Heyn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare