Werdohlerin Doris Althoff gewinnt Schreibwettbewerb

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Doris Althoff an ihrem Schreibtisch in Pungelscheid. Mit ihrer Geschichte „Der Troststrumpf“ gewann sie den Literaturwettbewerb „Weibergeschichten“. J Foto: Krumm.

Werdohl - Es ist ein recht seltener Wettbewerb, den der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Märkischen Kreis im Frühjahr dieses Jahres ausschrieb: Erst zum vierten Mal seit dem Auftakt im Jahr 2000 wurden Hobby-Autoren eingeladen, kurze Geschichten oder Gedichte zu einem von mehreren gestellten Themen zu schreiben. eine Werdohlerin hat sich beteiligt.

40 Autorinnen und drei Autoren im Alter zwischen 16 und 80 Jahren fühlten sich davon angesprochen und beteiligten sich. Die Pungelscheiderin Doris Althoff entschied sich für das Thema „Schöne neue Heimat – Flucht und Migration“ und gewann den Wettbewerb mit einer Kurzgeschichte aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.

Damals flüchteten Millionen von Menschen aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern in Richtung Westen und erlitten Schreckliches. Doris Althoffs Geschichte zeigt dieses Grauen am Beispiel einer Flüchtlingsfamilie, der kaum etwas erspart bleibt. In einem Inferno von Tod und Gewalt bleibt den Kindern nur ein „Troststrumpf“, mit dem die ältere Schwester den kleinen Bruder tröstet.

Erst ein Sprung über viele Jahre hinweg macht das ganze Ausmaß des Grauens deutlich und bietet Anlass für ein klares Bekenntnis der Autorin zu einer menschlichen Flüchtlingspolitik. „Jeder kann die Welt ein klein wenig besser machen“, lautet die Botschaft.

Zu hören sind die Geschichten der drei Preisträgerinnen Doris Althoff, Kirsten Schwabe (Schalksmühle) und Christiane Röper (Iserlohn) bei der feierlichen Preisverleihung, die am Freitag, 30. Juni,  um 17 Uhr im Plettenberger Rathaus beginnt.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Eine weitere Lesung folgt am 6. Juli, ab 18 Uhr, im Iserlohner Literaturhotel Franzosenhohl. Wer sich dafür interessiert, muss sich anmelden (Tel. 0 23 71/82 07 20).

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