Türkischer Elternverband feiert 25-Jähriges

WERDOHL ▪ Vor 25 Jahren wurde der türkische Elternverband gegründet. Dieses Jubiläum feierten die Freunde und Förderer der Initiative am vergangenen Freitag mit einer Feierstunde in der Mensa der Gesamtschule Riesei. Der Vorsitzende Ali Akdeniz begrüßte neben Bürgermeister Siegfried Griebsch auch den SPD-Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und den stellvertretenden türkischen Generalkonsul Sezai Ekiz unter den Gästen.

In seinem Grußwort erinnerte Bürgermeister Siegfried Griebsch an das deutsch-türkische Anwerbeabkommen, das sich im vergangenen Oktober zum 50. Mal jährte. „Aus den Gastarbeitern von damals wurden Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Wir waren uns sicher, dass sich die Sprachprobleme von alleine lösen und wir automatisch zusammenwachsen würden“, so Griebsch. Dies sei nicht der Fall gewesen. Aus diesem Grund brauche es mehr, als nur abzuwarten. An die Verantwortlichen des Elternverbandes gerichtet, sagte der Bürgermeister: „Sie haben dazu beigetragen, dass wir alle friedlich zusammenleben“. Der Landtagsabgeordnete Michael Scheffler lobte das herausragende bürgerschaftliche Engagement der Initiative. Deutschland habe sich lange Zeit nicht als Einwanderungsland verstanden. „Um so wichtiger ist die Wirkung, die ihre Arbeit innerhalb der Bevölkerung entfaltet hat“, so Scheffler. Erst vor zwei Wochen haben die Parteien im Düsseldorfer Landtag das Teilhabe- und Integrationsgesetz verabschiedet, das nun einen verbindlichen Rahmen für die Förderung von Integrationsangeboten setzt. „Damit möchten wir eine Kultur der Anerkennung etablieren und dokumentieren, das für alle ein Aufstieg in der Gesellschaft möglich ist“, so der SPD-Politiker.

Schließlich gab der amtierende Vorsitzende Ali Akdeniz einen kurzen Abriss über die Geschichte des Elternverbandes. Im Jahr 1987 gestartet, war es das erklärte Ziel, die Schul- und Bildungssituation türkischer Schüler zu unterstützen. „Die Sprachförderung ist dabei nur ein Aspekt unter vielen anderen Projekten“, so Akdeniz. PC-Kurse, Nachhilfe, Angebote zur Berufsorientierung und die Teilnahme an Stadtteilfesten seien andere Beispiele.

Bevor die Feierstunde in den geselligen Teil überging, ehrte Ali Akdeniz alle ehemaligen und noch auffindbaren Vorsitzenden. Dies waren: Ibrahim Alay (wurde von seiner Frau Saynur Alay vertreten), Ismail Bagriyank, Fehmi Cabuk, Metin Oruc, Mehmet Aktürk, Faruk Celebi und Arif Aksoy.

Jari Wischmann

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