Großer Festumzug am Montag fällt weg

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Beim Festumzug durch die Stadt.

Werdohl - Auch wenn es einigen Schützenfreunden manchmal ein kleiner Dorn im Auge ist – ein Schützenfest ohne offizielle Reden, Glückwünsche und Ehrungen wäre kein echtes grün-weißes Hochfest. Doch die Verantwortlichen wissen um diesen Umstand und hielten deshalb die Formalien knapp.

Von Susanne Jentzsch 

Vor allem Bürgermeisterin Silvia Voßloh erntete für ihre „kk“-Ansprache – „man sagte mir, halte die kurz und knapp“ – tosenden Beifall.

Schützenvorsitzender Andreas Schreiber war die Freude über den Besuch der zahlreichen Schützenvereine aus den Nachbarstädten und Gemeinden anzusehen. „Wir mussten sogar einen Tisch zusätzlich organisieren“, hatte er mit einer derart großen Resonanz zum Kommers gar nicht gerechnet.

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte er das Schützenvolk nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Festjahr an die bevorstehenden Veränderungen im Festablauf. Nach reichlich konstruktiver Diskussion sei die Struktur des Schützenfestmontags neu aufgestellt worden.

Werdohler Grünröcke feiern

„Am Auffälligsten ist hier sicherlich der Wegfall der beiden Umzüge durch die Stadt.“ Wenn heute Mittag also der Vogel gefallen ist, geht es nur mit Musik und allen erfolgreichen Schützen über die Goethestraße direkt ins Zelt. „Bis zur Proklamation der neuen Majestäten auf dem Thron, ist der Eintritt dieses Jahr frei und wird erst danach beim Betreten des Zeltes erhoben.“

Auch abends werde es keinen kompletten Umzug mehr durch die Stadt geben. Die Majestäten werden mit Musik vom Rathaus abgeholt und ins Zelt begleitet. Hintergrund dieser Veränderung: „Wir wollen mehr zusammen mit den Bürgern feiern“, begründete Schreiber.

„Wir Schützen feiern halt gern, und dies zeigen auch einige andere Aktionen“, erinnerte der Vorsitzende unter anderem an das „Schneegestöber“, das im kommenden Jahr wiederholt wird. Die Amigos und Anna Maria Zimmermann sollen dann für perfekte Partystimmung sorgen.

Wegen des großen Interesses an der Fahrt zum Europaschützenfest in 2015 nach Peine habe sich der Werdohler Schützenverein dazu entschieden, auch das Märkische Kreiskönigsschießen 2015 nach Werdohl zu holen, so Schreiber. „Auf unsere Intention hin wird auch ein Jungschützen-Wettbewerb um die Königswürde ausgetragen. Das finden wir toll.“

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