Beide Standorte kommen als Kindergarten in Betracht

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Den Außenbereich des Jugendzentrums hält die Stadt für sehr klein. ▪

WERDOHL ▪ Beide Standorte bleiben im Rennen: Sowohl in der Roten Schule als auch im Jugendzentrum samt Bürgerhaussaal könnte der neue Innenstadtkindergarten grundsätzlich eingerichtet werden.

Dieses Zwischen-Fazit zieht der stellvertretende Jugend-Fachbereichsleiter Bodo Schmidt nach einem Treffen mit dem Kreisjugendamt. Neben der prinzipiellen Machbarkeit sind aber noch die baurechtliche Seite plus die entstehenden Kosten zu prüfen. Punkte wie Raumhöhen oder Brandschutz spielen hier eine Rolle. „Verwaltungsintern sind wir noch nicht zum Abschluss gekommen.“ Erst für Anfang September rechnet Schmidt mit den Ausschlag gebenden Zahlen.

Beide Umbau-Varianten sind nach Ansicht des stellvertretenden Jugend-Fachbereichsleiters nicht einfach in der Umsetzung. Dass die Verwaltung den erst von der CDU jüngst ins Spiel gebrachten Umbau des Jugendzentrums und des Bürgerhaussaals zu einem Kindergarten nicht selbst vorgeschlagen hat, begründet Schmidt mit der Zufriedenheit mit dem Status quo. „Das Jugendzentrum ist eigentlich ein Schmuckstück aus Sicht der Verwaltung, was man nicht gerne aufgibt. Das ist ein Pfund, das wir haben.“ Die Einrichtung einfach in die Rote Schule zu verfrachten, sei schwierig. Außerdem sieht die Verwaltung den Außenbereich des Jugendzentrums und des Bürgerhaussaals als „klein und zerklüftet“ an. „Der ist noch kleiner als der im Schulbereich.“

Einen im CDU-Plan vorgesehenen Umzug des Jugendzentrums und der VHS in die Rote Schule hält Schmidt für problematisch. In der Volkshochschule müsse gelernt werden, was aber durch einen gewissen Lärmpegel im Jugendzentrum gestört werden könnte. „Das ist mit der Nutzung nicht verträglich.“

Trotz dieser Bedenken kann sich die Verwaltung vorstellen, dass beide Einrichtungen in der Roten Schule unterkommen und das aktuelle Jugendzentrum-Gebäude und der Bürgerhaussaal zum neuen Kindergartenstandort werden. „Das Finanzielle wird das andere in den Hintergrund drängen“, weiß der stellvertretende Jugend-Fachbereichsleiter um die finanzielle Notlage der Stadt. „Entscheidend ist das Geld.“ Da die Verwaltung nun für zwei Alternativen die Kosten und Möglichkeiten ermitteln muss, aber nur auf vorhandenes Mitarbeiterpotenzial zurückgreifen könne, werde es noch bis Anfang September dauern, bis die Zahlen auf dem Tisch liegen. ▪ Marco Fraune

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