Aktion Stadtradeln

Bei dieser Aktion gewinnen alle ‒ und das Klima

Werdohls Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski fährt auch hin und wieder mit dem Fahrrad zu ihrem Arbeitsplatz im Rathaus. Sie wirbt jetzt für eine Teilnahme an der Aktion Stadtradeln.
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Werdohls Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski fährt auch hin und wieder mit dem Fahrrad zu ihrem Arbeitsplatz im Rathaus. Sie wirbt jetzt für eine Teilnahme an der Aktion Stadtradeln.

Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Eckhard von Hirschhausen macht mit, Schauspieler Peter Lohmeyer auch. Und Max Raabe, der Sänger und Mitbegründer des Palast Orchesters. Sie alle und noch einige Prominente mehr beteiligen sich an der Aktion Stadtradeln, die in diesem Jahr zum zweiten Mal auch in Werdohl durchgeführt wird.

Werdohl – Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um diese Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis.

Worum geht’s beim Stadtradeln überhaupt?

Es geht um Spaß am Fahrradfahren und darum, möglichst viele Menschen für den Umstieg auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen. Gerade Kurzstrecken bis etwa sechs Kilometer bieten sich hierbei für den Umstieg auf das Fahrrad an, weil man dann oft sogar schneller ist als mit dem Auto. Die Kampagne will die Bevölkerung für das Radfahren im Alltag sensibilisieren sowie die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung stärker in die kommunalen Parlamente einbringen. Zudem leistet die Aktion einen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm.

Wer kann mitmachen?

Alle, die in Werdohl leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, können beim Stadtradeln mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Jeder und jede kann ein Stadtradeln-Team gründen beziehungsweise einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Ganz besonders zur Teilnahme eingeladen sind die Mitglieder des Rates und seiner Ausschüsse, um als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und sich für eine verstärkte Radverkehrsförderung einzusetzen. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt auf der Internetseite stadtradeln.de/werdohl.

Gibt es eine Altersbeschränkung für die Teilnahme?

Nein. Alle Altersklassen sind eingeladen, durch den Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel etwas für den Klimaschutz und für die eigene Gesundheit zu tun.

Was müssen Teilnehmer tun?

Innerhalb des 21-tägigen Aktionszeitraumes vom 18. August bis 7. September sollen die Teilnehmer so oft wie möglich das Fahrrad nutzen und damit möglichst viele Kilometer zurücklegen. Fahrten mit dem Pedelec zählen genauso wie solche mit normalen Fahrrädern.

Wie werden die zurückgelegten Kilometer festgehalten?

Jeder Kilometer, der während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online in ein Kilometer-Buch auf der Stadtradeln-Internetseite eingetragen. Am einfachsten ist es jedoch, die gefahrenen Kilometer mit der offiziellen Stadtradeln-App nachzuhalten, die die zurückgelegten Strecken direkt aufzeichnet. Teilnehmer ohne Internetzugang und App können der lokalen Stadtradeln-Koordination wöchentlich die Radkilometer per Kilometer-Erfassungsbogen melden.

Wer gewinnt beim Stadtradeln?

Durch die vermiedenen CO2 -Emissionen sind die ersten Gewinner die Umwelt, das Klima sowie alle Bürger in den Teilnehmerkommunen mit weniger Verkehrsbelastungen, weniger Abgasen und weniger Lärm. Darüber hinaus sind bundesweit hochwertige Preise wie Fahrradzubehör und sogar Pedelcs zu gewinnen. Das Klima-Bündnis prämiert in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern. In beiden Kategorien werden zudem die jeweils besten Newcomer-Kommunen je Größenklasse geehrt.

Wird eine Teilnahme auch auf lokaler Ebene irgendwie belohnt?

Auch in Werdohl wird es als zusätzlichen Anreiz ein paar Preise geben. Zudem erhalten die ersten 25 Teilnehmer, die sich zur Aktion in Werdohl anmelden, ein kleines Präsent.

Wie kann man sich als Teilnehmer für bessere Bedingungen für Radfahrer in Werdohl einsetzen?

Während des Kampagnenzeitraums bietet Werdohl erneut allen Bürgern die Meldeplattform RADar! an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die Stadtradeln--App die Stadtverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Wo kann man sich zum Stadtradeln anmelden?

Eine Anmeldung zum Stadtradeln ist über die offizielle Internetseite www.stadtradeln.de möglich. Dort kann man die gewünschte Stadt oder Gemeinde suchen und sich dann registrieren. Anschließend muss man einem bereits vorhandenen Team in der ausgewählten Kommune beitreten oder ein eigenes Team gründen. Schon zwei Personen sind ein Team.

Wo gibt es weitere Informationen?

Bei Rückfragen können sich Interessierte aus Werdohl an Meike Majewski, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Werdohl, wenden. Sie ist telefonisch unter der Rufnummer 0 23 92/91 72 65 und per E-Mail an werdohl@stadtradeln.de erreichbar. Beim Märkischen Kreis ist Mobilitätsmanagerin Diana Czech die Ansprechpartnerin; sie ist unter Tel. 0 23 51/9 66 69 66 beziehungsweise per E-Mail an d.czech@maerkischer-kreis.de erreichbar.

Diese Tipps hlfen, sich im Alltag für das Fahrrad zu entscheiden

Mit dem Fahrrad oder Pedelec zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren, ist für viele selbstverständlich. Und die Resonanz auf Aktionen wie das vom Klima-Bündnis geförderte Stadtradeln zeigt, dass das Interesse am Radfahren groß ist. So nahmen 2020 bundesweit rund 545.000 Radlerinnen und Radler aus fast 1500 Kommunen an der Aktion teil. Mit den folgenden fünf Tipps kann es gelingen, sich immer wieder auf den Sattel zu schwingen:

1. Mit gutem Gefühl starten: Ein schneller Check der Ausrüstung verschafft ein positives Gefühl. Es gibt eine große Vielfalt an Fahrradbekleidung für alle Wetterlagen. Wer es etwas weiter hat, erreicht mit einem Pedelec schnell und ohne Schwitzen das Ziel. Helm und Radbekleidung am besten am Vortag zurechtlegen, das erleichtert den Start am Morgen.

2. Belohnungsrituale einführen: „Wenn ich heute den Einkauf mit dem Rad meistere, gönne ich mir später einen Cappuccino.“ Gerade an Tagen, an denen es nicht so leichtfällt, aufs Rad zu steigen, sollte man sich hinterher belohnen. Vorfreude ist die beste Motivation.

3. Sich mit anderen zusammentun: In der Gemeinschaft fällt es leichter, gute Gewohnheiten zu verinnerlichen. Für Menschen mit dem gleichen Arbeitsweg bietet es sich etwa an, die gesamte oder einen Teil der Strecke gemeinsam zurückzulegen und sich so gegenseitig zu motivieren.

4. Die Umgebung neu entdecken: Und täglich grüßt eine neue Strecke: Eine abwechslungsreiche Fahrradfahrt zur Arbeit kann vorher unbekannte Einblicke in die eigene Umgebung bringen. Also ruhig mit der Streckenplanung experimentieren und neue Wege entdecken.

5. Ziele zurechtlegen: Als Ansporn können persönliche Ziele dienen, beispielsweise eine bessere Fitness. Zum Erreichen tragen Vereinbarungen mit sich selbst bei, etwa ein wöchentliches Kilometerziel. Auch der Beitrag zum Klimaschutz kann als Motivator helfen, dauerhaft im Sattel zu bleiben.

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