Geplante Hangsicherung

Behinderungen an der B236: Das steckt dahinter

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Das Strauchschneiden am Hang ist erst der Beginn einer größeren Maßnahme.

Werdohl – Derzeit werden Bäume und Sträucher an der  B236 entfernt. Weil auch die Lennebrücke nur einseitig offen ist, kommt es zu Stau. Das Sträucherschneiden ist erst der Anfang. 

Bis Ende Februar hat der Straßenbetrieb des Landes Zeit, ohne Sondergenehmigung Gestrüpp, Büsche und Bäume zu schneiden. Deshalb sind die Männer mit den orangefarbenen Autos noch ein paar Tage in dieser Woche an der B 236 hinter der Lennebrücke aktiv. 

Der Hang Richtung Ütterlingsen wird aber nicht im Rahmen üblicher Pflegearbeiten freigeschnitten. Ab Mitte April soll in zwei Bauabschnitten der ganze Hang abgesichert werden. Die Nähe zur einseitig gesperrten Lennebrücke macht es für die Autofahrer problematisch. 

Ampelschaltung der Lennebrücke verlängert

Andreas Berg, Pressesprecher bei Straßen.NRW, informierte auf Nachfrage über die geplante Hangsicherung. Im Augenblick sei die Ampelschaltung für den Verkehr tatsächlich recht unangenehm, gab er zu. Für die ein paar Tage dauernden Rodungsarbeiten haben die Mitarbeiter von Straßen.NRW die Ampelschaltung der Lennebrücke einfach nur verlängert. 

Die Fahrbahn ist zwischen der Einfahrt zum Netto-Markt und der Brücke an der Dammstraße nur von jeweils einer Seite zu befahren. Am Montagmorgen staute sich der Verkehr auf der Bundesstraße deshalb nicht unerheblich. 

Wenn später die eigentlichen Arbeiten zur Hangsicherung liefen, werde mit zwei Ampelschaltungen hintereinander gearbeitet, sagte Berg. Aus eigener beruflicher Erfahrung wisse er, dass solche Schaltungen so programmierbar seien, dass keine Rückstaus in Baustellenbereiche entstehen können, versicherte er. 

Fahrbahn und Fahrzeuge vor Steinen schützen

Um Fahrbahn und Fahrzeuge vor herabfallenden Steinen zu schützen, werden ab Mitte April 900 Quadratmeter Felsfläche abgeräumt. Danach sind 265 Felsnägel nötig, um das Gestein tief im Inneren zu befestigen. Als Garnierung kommen noch 1000 Quadratmeter Steinschlagschutznetze obendrauf. 

Die Arbeiten sind berechnet und bereits von Straßen.NRW ausgeschrieben. Geologische Gutachten liegen vor. Nach der Submission wird der Anbieter mit dem besten Preis ausgewählt. 

Nach Vorstellungen von Straßen.NRW soll es Mitte April losgehen. Acht Wochen Bauzeit sind veranschlagt, wenn alles gut läuft, wäre die B 236 an der Stelle wieder ab Mitte Juni in beide Richtungen zu befahren.

Maßnahme in Ütterlingsen wird nicht die letzte sein

In die Zeit des Abrisses und des Neubaus der Lennebrücke fielen die Hangsicherungsarbeiten nicht, betonte Andreas Berg. Er konnte aber nicht ausschließen, dass mit Beginn der Schönwetterperiode Vorarbeiten zu dem Großprojekt des Brückenneubaus fällig würden. 

Felssicherungsarbeiten an den Hängen von Lenne und Verse sind die Autofahrer gewöhnt. Kaum ein Jahr, an dem nicht ein weiterer Hang vor dem Abrutschen auf die B 236 oder die B 229 bewahrt werden muss. Straßen.NRW steckt seit Jahrzehnten Millionen Euro in die Sicherung der Bundesstraßen. Die Maßnahme in Ütterlingsen wird nicht die letzte sein.

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