Bedeutsames Ereignis rückt schon ins Blickfeld

Scheckübergabe durch Alexander Fessen (2.v.r.) an die Vertreter der Stadt Werdohl

WERDOHL ▪ Zwar konnte der Durchschnittswert früherer Jahre, der immerhin bei 1 026 Euro lag, nicht erreicht werden, aber mit 740 Euro lag das Spendenergebnis der Privatbrauerei Iserlohn nach dem 24. Werdohler Bürgerfrühschoppen doch deutlich über dem Minus-Wert des Vorjahres (500 Euro). Bürgermeister Siegfried Griebsch zeigte sich deshalb sichtlich zufrieden mit dem Erlös, der 2011 erneut zur Mitfinanzierung einer Veranstaltung des Werdohler Kultursommers dienen soll.

Der gute Zweck, so betonte am Dienstagvormittag Alexander Fessen (Veranstaltungsservice der Privatbrauerei Iserlohn), stand seit 1982 bei der Bürgerfrühschoppen-Reihe im Mittelpunkt – und das wird auch so bleiben. Über 180 000 Euro wurden bislang bei 159 Veranstaltungen ausgeschüttet. Der Anteil, der nach Werdohl geflossen war, lag nach 23 Frühschoppen immerhin bei 23 600 Euro. Mit der am Dienstag überreichten Spende wurde die 24 000-Marke „geknackt“.

Nutznießer dieser Zuwendungen waren zunächst der Marketingverein „Natürlich…Werdohl“, ein Mal die Flutopfer in Ostdeutschland (2002) und zuletzt die Abteilung Kultur der Stadtverwaltung, die das Geld für Kultursommerveranstaltungen verwendet hat.

Das wird auch im kommenden Jahr so sein. Die 25. Auflage des Bürgerfrühschoppens ist sichergestellt, und auch der Termin steht fest: 6. August 2011 am Bahnhof – ein nicht nur historisches, sondern für Werdohl und seine nachfolgende industrielle Entwicklung vor allem sehr bedeutsames Datum: Vor 150 Jahren wurde auf den Tag genau der Eisenbahnbetrieb auf der Ruhr-Sieg-Strecke von Werdohl in beiden Richtungen (Hagen/Siegen) aufgenommen.

Das, so kündigte Bürgermeister Siegfried Griebsch in diesem Zusammenhang an, soll gebührend gefeiert werden. Der Bürgerfrühschoppen wird erneut in ein größeres Konzert eingebunden. Mehr noch: Zeitgleich würdigt auch die Stadt Plettenberg das 150-jährige Jubiläum, so dass am 6. August 2011 „an beiden Bahnhöfen ’was los sein wird“.

Das so die Rechnung des Stadtoberhauptes, „dürfte auch Auswirkungen auf den Bierkonsum haben“ und hätte noch den Vorteil, dass Gäste über die Zugverbindungen innerhalb von sechs Minuten einen Ortswechsel vollziehen und das jeweilige Programm miterleben könnten.

Zudem äußerte Griebsch die Hoffnung, dass man nach Erhalt des Zuschuss-Bewilligungsbescheides für die erste Phase der Bahnhofs-Sanierung (noch in diesem Herbst) 2011 beim Bürgerfrühschoppen schon sehen könne, wie gut die geplanten Maßnahmen voran gekommen sind.

Rainer Kanbach

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