Personelle Aufstockung

Bearbeitungszeiten werden kürzer: Gute Nachricht für alle Werdohler aus dem Rathaus

Abteilungsleiter Thomas Schroeder steht im Besprechungsraum der Bauabteilung im Rathaus, in der Acrylglasscheiben die Sitzungsteilnehmer voreinander vor den Aerosolen schützen sollen.
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Abteilungsleiter Thomas Schroeder steht im Besprechungsraum der Bauabteilung im Rathaus, in der Acrylglasscheiben die Sitzungsteilnehmer voreinander vor den Aerosolen schützen sollen.

Mit drei Einstellungen, einem Rückkehrer und nur noch zwei offenen Stellen sollten die Personalprobleme in der städtischen Bauabteilung bald gelöst sein. Ein Umstand, der sich für alle Werdohler positiv bemerkbar machen sollte.

Abteilungsleiter Thomas Schroeder sprach mit der Redaktion über die Veränderungen nach der Organisationsuntersuchung im vergangenen Jahr.

Der Grund für die personellen Veränderungen in der Bauabteilung liegt schon 22 Jahre zurück. Damals wurden die Fachbereiche neu geordnet, im Bereich Bauen wurden Arbeitsbereiche und Zuständigkeiten miteinander verknüpft. Das Ziel war vor allem, Personal durch Umstrukturierungen einzusparen. Im Laufe der Jahre hatte das die negative Folge, dass nicht mehr alle Aufgaben durch die Bauabteilung oder wenigstens in einigermaßen bürgerfreundlicher Geschwindigkeit erledigt werden konnten.

Vorteile der Umstrukturierung wurden zu Nachteilen

Thomas Schroeder, der die Fachbereichsleitung später von Bernd Mitschke übernommen hatte, sprach immer wieder öffentlich von Personalmangel, wenn Politiker auf bestimmte Aufgabenerledigungen drängten. „Durch die immer größeren Personaleinsparungen haben sich die Vorteile der damaligen Umstrukturierung in Nachteile verwandelt“, blickt Schroeder zurück. Das habe natürlich Nachteile für Bürger gehabt, die sich mit Anliegen oder Anträgen an die Bauabteilung wendeten.

Die Organisationsuntersuchung aus dem vergangenen Jahr mit anschließender neuer Festsetzung eines Stellenplans soll diese Nachteile auch in anderen Abteilungen ausgleichen, so Schroeder.

Von der Bauabteilung wird jetzt viel erwartet

Der Rat hatte noch unter der Leitung von Bürgermeisterin Silvia Voßloh die Zustimmung zu diesen zusätzlichen Stellen gegeben. Vor allem von der Bauabteilung wird durch die kürzliche Aufstockung viel erwartet.

Verschärft wurde die personelle Lage durch zwei Langzeitkranke und zwei Abgänge in jüngerer Zeit. Stadtplanerin Kathrin Hartig hatte vor einem halben Jahr gekündigt und Andreas Kisker geht Ende März zurück zur Altenaer Stadtverwaltung.

Ein Stadtplaner ist schon seit Anfang September da

Jetzt wird vieles besser: Einer der beiden Langzeitkranken ist wieder in den Dienst zurückgekehrt, drei Personen sind schon eingestellt. Seit September ist Marcel Schmidt aus Menden für den Bereich der Stadtplanung eingestellt, zum 1. Januar hat Alexandra Schäfer aus Sundern ihre Arbeit im Bereich von Bauaufsicht und Gebäudeunterhaltung begonnen. Zum 1. März kommt Basak Sirtutan für diesen Bereich zur Stadtverwaltung, die neue Mitarbeiterin stammt ursprünglich aus Neuenrade.

Zwei Stellen sind noch unbesetzt, trotz Ausschreibung konnten für eine weitere Stelle in der Stadtplanung und eine in der Grundstücksverwaltung keine geeigneten Personen gefunden werden.

Offene Stellen: Größere Erwartungen an die Kandidaten

Auf den Mann oder die Frau auf der noch offenen Stadtplanungs-Stelle kommen größere Erwartungen zu: Diese Person soll den gerade begonnenen Stadtentwicklungsprozess vorantreiben und im Team moderieren. Während Stadtplaner Schmidt sich mit Regionalplanung, dem Sofortprogramm Innenstadt und dem Lennebogen beschäftigt hat, soll die noch gesuchte Person in der Stadtplanung Perspektiven entwickeln und umsetzen. Schmidt erledige im Moment laut Schroeder „alles, was anfällt“. Er sei maßgeblich am erfolgreichen Bemühen um Fördermittel beteiligt gewesen.

Allerdings seien die unterschiedlichen Arbeitsbereiche in der Bauabteilung längst nicht mehr strikt voneinander getrennt. Sogar die Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski und der Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs seien eingebunden. Schroeder: „Die Kollegin Majewski ist von Haus aus Stadtplanerin und Kollege Haubrichs ist auch Geograf.“ Es gebe viele Überschneidungen bei den Aufgabenbereichen und Fähigkeiten. Ein Nachteil dieses verbundenen Arbeitens sei, dass im Krankheitsfall immer gleich zwei Arbeitsbereiche betroffen seien.

Bislang keine geeigneten Kandidaten

Die beiden noch freien Stellen seien schwierig zu besetzen, weiß Schroeder. Eine frühere Ausschreibung für den Bereich der Stadtplanung habe zwar Bewerbungen bekommen, aber nicht die gewünschten Kandidaten gebracht. Beide gesuchten Arbeitsbereiche würden nicht in der üblichen Verwaltungsausbildung vermittelt. Es brauche das Interesse, überhaupt in diesem speziellen Bereich zu arbeiten und sich in die lokalen Gegebenheiten über einen längeren Zeitraum einzufinden.

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