Baustellen bis zum Sommer: Hangsicherung beginnt

Die ersten Bohrungen ins Gestein werden zeigen, wie schnell die Arbeiten laufen können.

WERDOHL ▪ Im Auftrag des Landesbetriebs Straßen NRW wurde gestern die Hangsicherung an der B 236 begonnen. Die Autofahrer werden sich an beiden Ortsausgängen auf Verkehrsbehinderungen bis in den Sommer hinein gewöhnen müssen.

Gearbeitet wird zunächst in zwei Abschnitten auf Werdohler und einem auf Plettenberger Gebiet. Während schon in der vergangenen Woche die Baustellen eingerichtet wurden, kam es gestern im Bereich vor der Einmündung Höllmecke zu ersten Bohrungen ins Gestein. Dieser Bauabschnitt namens KLM wird Schritt für Schritt vom Ortsausgang bis hinter die Einmündung Richtung Neuenrade wandern. Gleichzeitig geht es im Bauabschnitt I in der Höhe Kettling bei den dort schon lange stehenden Containern zur Sache, allerdings gab es dort technische Probleme. Der Abschnitt E liegt schon auf Plettenberger Stadtgebiet im Bereich Siesel. Eingeplant ist auch der Bauabschnitt A im Bereich des alten Feuerwehrgerätehauses Eveking. Dieser Abschnitt ist im Vergleich zu den anderen aber relativ kurz, so dass die Baufirmen hier nicht so viel Zeit einplanen.

Einen genauen Zeitplan gibt es ohnehin noch nicht. Drei Firmen haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen: Die Beton- und Monierbau aus Hemer, die Firma Feldhaus Bergbau aus Schmallenberg und das Unternehmen Königl aus Würzburg. Der Erfolg der Bohrungen in der kommenden Woche werde zeigen, wie sich das Gestein bearbeiten lässt. Nächste Woche wird auch schwereres Gerät eingesetzt. Erst im Laufe der Zeit soll sich entscheiden, wie lange die Arbeiten benötigen. Dann können genauere Hochrechnungen erfolgen. Einige Monate werden es auf jeden Fall sein.

Zunächst werden in einem relativ zeitaufwändigen Verfahren Löcher in den Fels gebohrt. Dorthinein werden Stahlanker gesetzt, die anschließend unter Druck mit Beton verfüllt werden. Über die Anker wird noch ein Stahlnetz gespannt, das den Fels vor weiterem Abrutschen dauerhaft hindert. An den Stellen, wo es möglich ist, werden mit 15 Grad Neigung zum Lot Richtung Fahrbahn Fangzäune aufgestellt. Wenn später die Zäune montiert werden, dürften die Baustellen mit bis zu zwanzig Mann beschickt sein.

Volker Heyn

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