Fertigstellung wohl bis Ende der Woche

Baustelle wird fertig: Noch dieses Jahr wieder freie Fahrt in Bärenstein

Noch wird der Verkehr im Bereich des Sportplatzes in Bärenstein einspurig mit einer Ampel geführt. Im Berufsverkehr kommt es dadurch zu Wartezeiten. Ende der Woche soll die Straße aber wieder komplett frei sein.
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Noch wird der Verkehr im Bereich des Sportplatzes in Bärenstein einspurig mit einer Ampel geführt. Im Berufsverkehr kommt es dadurch zu Wartezeiten. Ende der Woche soll die Straße aber wieder komplett frei sein.

Für Autofahrer, die regelmäßig von Lüdenscheid nach Werdohl oder andersherum durch das Versetal fahren, gibt es kurz vor Jahresende eine erfreuliche Nachricht.

Werdohl – Wie Pressesprecherin Julia Snelinski auf Anfrage mitteilte, soll die Gasbaustelle in Bärenstein „voraussichtlich bis Ende der Woche fertiggestellt werden“. Die Straßendecke werde bis dann auch geschlossen, sodass man in den Wintermonaten auf die halbseitige Sperrung verzichten könne, teilte Julia Snelinski mit.

Dies gelte allerdings nur für den Bereich in Bärenstein. Eine zweite Baustelle der Westnetz gibt es einige Kilometer weiter in Richtung Werdohl. Sie liegt etwa auf Höhe der Firma Stauffenberg. Dort bleibt im Winter die halbseitige Sperrung bestehen. Der Verkehr wird weiter mit einer Baustellenampel geregelt. Der Grund: Im Gegenteil zu der Baustelle in Bärenstein kann die Fahrbahndecke bei Stauff vorerst nicht geschlossen werden. „Die Arbeiten sind dort noch nicht fertiggestellt. Die Straße kann deshalb nicht zugemacht werden“, sagt Snelinski. Die Baugrube für den Winter zu verschließen und sie im Frühjahr neu auszuheben, sei nicht wirtschaftlich.

Asphaltieren dieses Jahr nicht mehr möglich

In Bärenstein werde man die Baugrube in der kommenden Woche zwar verschließen, asphaltieren könne man die Straße witterungsbedingt dieses Jahr aber nicht mehr, so Julia Snelinski. „Es ist jetzt Winter.“ Autofahrer bewegen ihre Fahrzeuge im Winter daher über eine geschlossene Oberfläche, nicht aber über eine feste Asphaltdecke. Die richtige Fahrbahn soll im kommenden Jahr wiederhergestellt werden.

Auch für die zweite Gasbaustelle spiele die Witterung der kommenden Wochen eine Rolle. Westnetz wolle die Arbeiten so lange fortsetzen wie möglich. Sobald die Temperaturen aber unter einen kritischen Wert gefallen sind, werde es in die Winterpause gehen, so Snelinski. Im Frühjahr 2021 sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Im Frühjahr geht es weiter

Dann werde man auch in der Bachstraße in Eveking mit der Verlegung neuer Gasrohre beginnen. Dort muss der Verlauf der Leitung geändert werden: Straßen.NRW hatte untersagt, dass im Bereich der neuen Stützmauer, die erst vor wenigen Monaten fertiggestellt wurde, Gasrohre in die frisch asphaltierte B 229 gelegt werden. Dies hätte zu Problemen mit den Befestigungshaken der neuen Mauer führen können. Westnetz ist deshalb gezwungen einen neuen Weg für die Leitung zu finden und will die Leitung nun durch die Bachstraße führen, die parallel zur Bundesstraße verläuft. Die neuen Rohre sollen dann im Bereich des Feuerwehrgerätehauses Eveking an die alte Gas-Trasse in der B 229 angeschlossen werden.

Die Verse, die zwischen Bundesstraße und Bachstraße fließt, muss für die Maßnahme an zwei Stellen unterdükert werden. „Alle nötigen Genehmigungen für die Maßnahme liegen inzwischen vor. Im Frühjahr 2021 wollen wir starten“, sagt Julia Snelinski. Baubeginn werde erst im Frühjahr sein, damit die Anwohner sich in den Wintermonaten, in denen ohnehin nicht gearbeitet werden kann, nicht mit der Absperrung plagen müssen.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme (» siehe Infobox) soll bis mindestens Ende 2021 dauern. Insgesamt wird mit mehreren Wanderbaustellen nach und nach auf einer Länge von 8 Kilometern die Gasleitung erneuert.

Acht Kilometer Rohre aus den 1950er Jahren werden erneuert

Bei den Gasbaustellen in Bärenstein und bei Firma Stauff handelt es sich um sogenannte Wanderbaustellen. Das bedeutet, dass die Baustellen mit Fortschreiten der Arbeiten ihren Standort wechseln – und in dem konkreten Fall nach Fertigstellung eines Abschnitts weiter in Richtung Werdohl „wandern“.

„Wir sanieren mit diesem Verfahren die Gasleitung auf insgesamt acht Kilometern Strecke“, erklärte der stellvertretende Projektleiter Stefan Haskamp. Es handelt sich um eine Leitung der Westnetz, die der überregionalen Gasversorgung dient. Die Sperrabschnitte sind unterschiedlich lang; die Arbeiten dauern pro Abschnitt zwischen drei und sechs Wochen.

Die Leitungen müssten in gewissen Abständen erneuert werden, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, erklärte Haskamp. Allerdings, betonte Pressesprecherin Julia Snelinksi, gehe von den alten Rohren zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Gefahr aus. Nach einer groben Schätzung müsste die Gasleitung, die sich in der B 229 befindet, vor 1958 verlegt worden sein, so der stellvertretende Projektleiter.

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